Jubiläumswandern war am Sonntag in Harbke angesagt. Es handelte sich um den fünften von der Sommersdorfer AG Tour veranstalteten Gemeindewandertag. Zugleich wurde damit das Programm im Harbker Festjahr angereichert.

Harbke l Erneut haben sich an die 200 Teilnehmer auf Erkundungstour um Wald und See begeben. "Im Vergleich zur ganz ähnlich gearteten Auftaktwanderung im Januar könnten es sogar noch ein paar Leute mehr gewesen sein", schätzte Harbkes Bürgermeister Werner Müller. "Das Wetter hat perfekt mitgespielt, und die AG Tour hat das alles hervorragend vorbereitet. Das sowie die Unterstützung der fachkundigen Begleiter und unseres Schützenvereins verdienen ein großes Lob und Dankeschön."

Laut Müller sei es keine Selbstverständlichkeit, dass sich die Ortsnachbarn der AG Tour auf so rührige Weise in das Harbker Festjahr mit eingeschaltet hätten. "Eine tolle dorfübergreifende Aktion, für die wir uns auf jeden Fall revanchieren werden", sagte er zur Begrüßung Schlag zehn am Kulturhaus.

Je etwa 90 Wanderfreunde nahmen von dort aus nach den einführenden Worten der Organisatoren die persönlich favorisierte Strecke in Angriff. Zur Wahl standen eine maximal acht Kilometer lange See- und Tagebauroute und eine von archäologischen Denkmalen und Funden geprägte Waldrunde mit mehr als zehn Kilometern auf der großen Schleife über den Rodenberg. "Manche konnten gar nicht genug bekommen und waren beinahe fünf Stunden unterwegs", staunte Werner Müller nicht schlecht. "Die letzten Waldwanderer kamen erst gegen drei an der Gulaschkanone an."

Diese dampfte auf dem Schlosshof, wo die Schützen um Thomas Bielenberg emsig den gastronomischen Part des Tages übernahmen. Mit reichlich Informationen zu Geschichte, Natur und Kultur versorgt, war der Zielpunkt ab Mittag eine willkommene Rast-, Stärkungs- und Plauderstätte sowohl für die Wandergruppen als auch für Gäste, die die Touren ausgelassen hatten und lieber die Führungsangebote im Ort wahrnahmen. So hatten auch beide Kirchen, die Museumsstube "Grauer Hof" und die Orangerie geöffnet - der Schlosspark sowieso.

"Was ich so mitbekommen habe, war reine Begeisterung bei allen", resümierte Werner Müller. "Und natürlich hätten die meisten auch gern die jeweils andere Tour noch mitgenommen", was letztlich das einzige, jedoch wohlwollend geäußerte Bedauern blieb. "Der Wunsch nach Wiederholung ist daher weiter vorhanden", so der Bürgermeister, "und wir werden das bestimmt auch neu auflegen - nur nicht mehr in diesem Jahr."

Denn das Jubiläumsprogramm gönnt den Harbkern derzeit kaum eine Verschnaufpause. Schon in wenigen Tagen steht der nächste Höhepunkt ins Kulturhaus: ein Chorkonzert mit rund 140 Mitwirkenden in fünf Gesangsensembles am Pfingstmontag. Es folgen der Tag der Firmen und Vereine am 30. Mai sowie sechs Veranstaltungen im Juni.

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