Das Sülzetal will noch in diesem Jahr ein Gemeindeentwicklungskonzept beschließen. In dem Papier soll festgeschrieben werden, wohin sich die Einheitsgemeinde in Zukunft entwickeln will.

Sülzetal l Die Mitglieder des Sülzetal-Gemeinderates beschäftigen sich seit etlichen Jahren mit dem Gemeindeentwicklungskonzept (GEK). In seiner jüngsten Sitzung in Osterweddingen hat eine deutliche Mehrheit der Mitglieder jetzt beschlossen, das bereits aus dem Jahr 2012 stammende Gemeindeentwicklungskonzept fortzuschreiben.

"Das Gemeindeentwicklungskonzept ist die Richtschnur des Handelns in der Einheitsgemeinde Sülzetal", sagt Bürgermeister Jörg Methner (SPD) bei einem Volksstimme-Gespräch im Osterweddinger Rathaus. Nach dem Willen einer deutlichen Mehrheit der Mitglieder des Gemeinderates und seinem eigenen Willen, soll das Konzept nun endlich im Jahr 2015 beschlossen werden. Dieser Beschluss sei seit Jahren überfällig, eine erste Version des Konzeptes stamme aus dem Jahr 2012. Dieses Papier solle nunmehr fortgeschrieben und den aktuellen Entwicklungen der Einheitsgemeinde angepasst werden.

Wie Methner sagt, sei im Konzept festgeschrieben, wohin sich die Einheitsgemeinde Sülzetal in den kommenden Jahren entwickeln möchte. Bestandteile seien unter anderem künftige Strukturen bei der Feuerwehr, bei den Schulen, den Kindertagesstätten oder im Bereich Soziales. Da es sich dabei mitunter um sensible Themen im Sülzetal handele, sei es womöglich noch zu keinem bindenden Beschluss über das Gemeindeentwicklungskonzept gekommen, mutmaßt der Bürgermeister. Schließlich bestimme dieses Konzept das gesellschaftliche Leben in weiten Teilen der Einheitsgemeinde und sei eine Richtschnur für das Handeln in den nächsten Jahren.

Die Fortschreibung des Gemeindeentwicklungskonzeptes sei jedem Gemeinderatsmitglied und jedem Ortschaftsratsmitglied im Sülzetal zugegangen, sagt Jörg Methner. Jedes Ratsmitglied könne über die Fraktionen noch Ergänzungsvorschläge unterbreiten. Bei einer Sitzung des Sülzetal-Gemeinderates, die in der Ganztagsschule in Langenweddingen stattfinden soll, werde die Fortschreibung des Gemeindeentwicklungskonzeptes in mehreren Arbeitsgruppe beraten und schließlich für einen Beschluss zusammengeschrieben.

Unabhängiger Gutachter wird eingeschaltet

"Wir werden auch einen unabhängigen Gutachter miteinbeziehen", kündigt Methner an. Dieser von außen stammende Gutachter habe einen anderen Blickwinkel auf das Gemeindeentwicklungskonzept, könne womöglich vorhandene Schwachpunkte erkennen und dabei helfen, diese zu beseitigen.