Das Pfingstwochenende haben die Jungen und Mädchen der Oschersleber Jugendwehr auf eine ganz besondere Weise verbracht. In zahlreichen Übungen bewiesen sie, was sie in Sachen Feuerwehr schon alles gelernt haben. Zugleich schnupperte der Nachwuchs in den Alltag der aktiven Kameraden hinein.

Oschersleben l Bereits zum dritten Mal haben Jugendfeuerwehrwart Thomas Ehrhardt und sein Stellvertreter David Reinhardt gemeinsam ein Kozept für das Projektwochenende für die Mitglieder der Oschersleber Jugendwehr entworfen. Gespannt darauf, was sie wohl am Sonnabend und Sonntag erwarten würde, waren die Jungen und Mädchen zur Eröffnung ihres Projektwochenendes in das Gerätehaus gekommen. Hier wurden sie von Stadtjugendwart Hans-Joachim Bunge, Ordnungsamtsleiter Gerd Ludwig. Wehrleiter Carsten Loof und einige aktive Kameraden begrüßt. Doch alle fassten sich in ihren Reden kurz, schließlich wartete der Feuerwehrnachwuchs darauf, dass es endlich losgeht. Und das ging es dann auch.

Bei der ersten Übung wurde ein kleiner Schuppenbrand simuliert, der dann von den Kindern in Anlehnung an eine Grundübung gelöscht werden musste. Hier überzeugten sich auch Verbandsjugendwartin Christine Peter und Stadtwehrleiter Sven Könnecke vom Können der Oschersleber Jugendwehr. Am Mittag stieß das THW mit der Jugendabteilung zur Jugendwehr. Seit längerem besteht ein guter Kontakt. In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrfach verschiedene Übungen gemeinsam absolviert. Diesmal ging es auf die Bode. Hier wurde der Umgang mit einen Schlauchboot geübt und eine provisorische Ölsperre errichtet. Jugendwart Thomas Ehrhardt bedankt sich an dieser Stelle bei Ulrich Hoppe, der die Aktion auf der Bode als Rettungsschwimmer überwachte. Nach dem gemeinsamen Mittagessen demonstrierten die Partner des THW das Vorgehen bei einer Personensuche. Auch eine Patientenrettung wurde vorgeführt.

Die größte Übung des Projektwochenendes folgte am Sonnabendnachmittag mit einem simulierten Kellerbrand in einen Einfamilienhaus. Mehrere Personen mussten gerettet und der Brand gelöscht werden. Die Verletzten wurden an einen Rettungswagen des DRK übergeben. Das THW zeigte anschließend vor Ort, wie eine vom Einsturz bedrohte Decke abgestützt werden kann. "Unser Dank geht auch an das DRK. Es unterstützte uns kurzfristig mit einem Rettungswagen", berichtet Pressewart Andreas Ehrhardt.

Am Abend wurde gemeinsam gegrillt. Aber damit war der aktionsreiche Tag noch lange nicht beendet, denn der Feuerwehrnachwuchs wurde zu einem weiteren Einsatz gerufen. Im Gewerbegebiet hatte ein Fahrzeug Betriebsstoffe verloren, die von den Kindern abgebunden und beseitigt werden mussten.

Schon früh wurden die Feuerwehrkinder am Sonntagmorgen kurz nach 7 Uhr für ihren ersten Einsatz geweckt. Eine Plüschkatze hatte sich in einem Baum verfangen. Sie zu retten, erforderte von den Kindern Geschicklichkeit und Nachdenken. Auch das ist ihnen gelungen und sie haben diese letzte Aufgabe des Projektwochenendes schnell gelöst. Mit einem Frühstück klang das Wochenende aus. Doch auch diese Mahlzeit wurde gestört: Ein großer Ast versperrte eine Zufahrt und musste von der Jugendfeuerwehr weggeräumt werden. In der Auswertung stellte Jugendwart Thomas Ehrhardt fest, dass das Wochenende ein großer Erfolg war. "Die Kinder hatten Spaß. Auch wenn nicht jede Übung reibungslos klappte, wissen wir jetzt, was wir gezielt üben müssen", so der Jugendwart. Seinen Dank richtete er an alle Kameraden und ehrenamtliche Helfer, die das Projektwochenende fleißig unterstützt haben, an den THW, das DRK, an die Wasserwacht, an den Feuerwehrförderverein, der das Wochenende finanziell abgesichert hat und an die Stadt Oschersleben für die Bereitstellung eines Fahrzeuges.

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