KleinWanzleben l Alles neu macht bekanntlich ja der Mai und so treffen sich alljährlich auch jeweils im Wonnemonat die Organisatoren und Mitwirkenden der "Süßen Tour", um die Veranstaltungen des Vorjahres Revue passieren zu lassen, auszuwerten und mit den gesammelten Erfahrungswerten gemeinsam die Weichen für den nächsten Aktionstag zu stellen.

So hatte gestern der federführende Tourismusverband Elbe-Börde-Heide nach Hohenseeden eingeladen. Hier wurde auch der Termin für den diesjährigen süßen Tag bereits bekannt gegeben. "In diesem Jahr steigt die ,Süße Tour` am Sonnabend, 17. Oktober", kündigte Klein Wanzlebens Ortschef Horst Flügel gestern auf Nachfrage der Volksstimme an.

Eröffnet wurde die Tourismusroute übrigens schon 2006 und wird seitdem ständig erweitert. Touristische Betriebe, Museen und heimische Firmen können besucht werden. Vom Landgasthof bis zum Sterne-Hotel, von der historischen Burganlage bis zur Besteigung einer Kalihalde reichen die mittlerweile mehr als 30 Erlebnisangebote.

Bereits seit 2008 veranstaltet das Netzwerk jährlich Mitte Oktober einen "Tag der Süßen Tour" mit steigenden Besucherzahlen.

Im vergangen Jahr hatte der Aktionstag rund 3000 Besucher angelockt. "In Klein Wanzleben haben wir zirka 400 Ausflügler begrüßen dürfen", zeigte sich bei der Auswertung der Besucherzahlen Horst Flügel gestern mehr als zufrieden. Im Oktober sollen dann insgesamt 38 Stationen im Rahmen der Veranstaltungsserie zum Verweilen einladen. "Fünf davon wird es allein schon im Zuckerdorf Klein Wanzleben wieder zu entdecken geben", merkt der 72-Jährige an.

Süße Schatzkiste präsentiert

Ebenfalls in dieser Woche haben sich auch Vertreter der Agrarmarketinggesellschaft (AMG) Sachsen Anhalt, dem Kreisbauernverband und des Landkreises mit den Partnern der "Bördeschatzkiste" in Klein Wanzleben getroffen. Bei Rübenlachsschinkenbrötchen und Zuckerrübenschnaps wurde über das vor nunmehr zwei Jahren im Landkreis entwickelte Bördeschatzkisten-Angebot gefachsimpelt und an neuen Ideen gefeilt.

"Die Schatzkiste vereint regionale Produkte von Direktvermarktern aus der Börde. Sie ist als Geschenkpräsent entwickelt worden und soll auf die heimische Wirtschaft, deren Spezialitäten und den Standort an sich aufmerksam machen", erklärt Wolfgang Zahn von der Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt das noch junge Konzept.

Waren es anfänglich zehn Direktvermarkter, so ist die Zahl der Partner mittlerweile auf stolze 23 gestiegen. Die Idee wird vom Landwirtschaftsministerium unterstützt.

Laut Wolfgang Köhler vom Kreisbauernverband, erfreut sich der "Schatz" stetig wachsender Beliebtheit und ist nicht nur beim Verbraucher, "sondern auch bei zahlreichen Unternehmen als Präsentbox gut angekommen", merkt er an.

Wie Wolfgang Zahn von der AMG des Landes informiert, hätten es abermals neue Produkte in die "Box" geschafft. So wird die "Schatzkiste" künftig ergänzt um süßen Sirup von der Auleber Obstmaufaktur, Salatöle von der Ölmühle und Naturprodukte Kroppenstedt, Wurstwaren von der Straußenfarm "Glück Auf" aus Zielitz sowie vom Landwirtschaftsbetrieb Axel Spengler aus Schwaneberg. Das Casino aus Klein Wanzleben packt Börderübchen, Bördeschmalz im Glas sowie Rübenschnaps ins Spezialitäten-"Körbchen", das wie gehabt über die Lebenshilfe Ostfalen in Seehausen bestellt werden kann.

Bördetypische Rezepte

Bis zum Weihnachtsgeschäft sollen jetzt noch bördetypische Rezepte aus Produkten, die zum Teil auch in der Kiste zu finden sind, entwickelt werden. "Die Regie hierfür hat der Klein Wanzleber ,Casino` -Koch Christian Trieger übernommen", erklärt Wolfgang Zahn.