Schon in wenigen Tagen wird es Ernst: Die Sanierung der Ringstraße in Bahrendorf soll starten. Voraussetzung ist natürlich, dass sich der Winter verzieht und die bereits vergebenen Bauarbeiten tatsächlich starten können.

Von Yvonne Heyer

Bahrendorf. Im Bahrendorfer Bürgerhaus hatten sich am Dienstagabend einige Bürger versammelt. Sie waren der Einladung der Gemeinde zur öffentlichen Einwohnerversammlung gefolgt, um sich über die Sanierung der Ringstraße zu informieren. Die Männer und Frauen verfolgten die Ausführungen von Manfred Ehspanner als Vertreter des Planungsbüros und der Vertreter des bauausführenden Betriebes, Hans-Werner und Karl-Ernst Gebhardt.

Das Bauvorhaben war schon einmal vorgestellt worden, nun kurz vor Baustart wurden letzte Details geklärt und bekanntgegeben. Fakt ist, am 7. März möchte die Firma Gebhardt Bau mit den Bauarbeiten beginnen. Nur etwa zwei Monate sind für die Arbeiten an der nur 160 Meter langen Straße ge-plant. Ursprünglich war vorgesehen, das Kopfsteinpflaster mit einer Bitumendecke zu überziehen. Jedoch musste man einsehen, dass diese Decke nicht ins Dorfbild passt. Zumal ein anderer Teil der Ringstraße bereits saniert ist und damals gepflastert wurde. Möglicherweise wird das gleiche Pflaster verwendet. Wird es nicht mehr hergestellt, kommt ein anderes graues Pflaster in das Straßenbett. Die Straße bekommt auch einen Fußweg. Dieser wird farblich abgesetzt.

Die Straße ist zwischen 4,25 Meter und sechs Meter breit, daran wird sich auch nach der Sanierung nichts ändern, die Straße bleibt in ihrem Verlauf erhalten.

Um auch an der schmalsten Stelle einen fließenden Verkehr zu gewährleistern, könnten Fahrzeuge notfalls auf den Fußweg ausweichen. Es werden Rund- und damit überfahrbare Borde gesetzt. Der Fußweg ist zwischen 1,15 und 1,60 Meter breit.

Zwischen Fahrbahn und Fußweg kommt ein Gosse, die das Regenwasser ableitet. Lediglich im unteren Bereich der Straße in Richtung Kreisstraße soll das Niederschlagswasser aufgefangen und in einem kurzen Regenwasserkanal geführt werden. So will man künftig verhindern, dass das Regenwasser auf die Kreisstraße gelangt.

Von den Bürgern wurde schließlich gefragt, welchen Belastungen die Straße standhält. "Es ist eine Anliegerstraße, eine Straße der Bauklasse fünf wie in den Dörfern üblich. Der Untergrund ist so gestaltet, dass theoretisch auch Schwerlasttransporte darüber fahren könnten, aber eben nicht täglich und in großer Zahl, aber das ist hier nicht der Fall", erklärte Manfred Ehspanner vom Planungsbüro.

Die Bürger bekamen vom Planer wie vom Baufirmen-Chef Hans-Werner Gebhardt den Hinweis auf die wöchentliche Bauberatung. Daran können die Bürger und Anwohner teilnehmen und Hinweise und Kritiken los werden. Wann die Bauberatungen stattfinden, wird rechtzeitig bekanntgegeben. "Wenn Sie irgendwelche Probleme haben, wegen größerer Lieferungen und dergleichen mehr, wenden Sie sich bitte an uns", so Hans-Werner Gebhardt. Darüber hinaus ist der stellvertretende Ortsbürgermeister Carsten Loof unter (039205) 21287 oder (0172) 9470458 zu erreichen.

Die Sanierung der Ringstraße startet am 7. März genau dort, wo ein bereits sanierter Abschnitt endet. Die Straße hat einen sogenannten "Stich", der zu einem zurückgesetzten Grundstück führt. Reicht das Geld, wird dieser Stich mit saniert. Während der Bauarbeiten wird es eine Vollsperrung der Ringstraße geben. Für die Anwohner der Umleitungsstrecke gab es den Hinweis, diese nicht zuzuparken.

Der Ausbau der Ringstraße ist beitragspflichtig. Grundstückseigentümer haben zwölf Cent pro Quadratmeter zu entrichten.