Die Karawane zieht weiter - und endlich sind die "Allertaler" zu Hause angekommen. Das erste Heimspiel der närrischen Abteilung Eilslebens hätte besser nicht laufen können, vor vollbesetzter Kulisse im Gastsaal "Zur Eisenbahn" zündete das dreistündige Späßefeuerwerk der Eilsleber Karnevalsgesellschaft (EKG).

Eilsleben. Für den Rest der aktuellen Session, der 55., verzücken die Karnevalisten aus dem Allertal ausschließlich das Publikum im "eigenen" Domizil. Am vergangenen Wochenende endete die Gastspielserie und kamen die auftrittsfreudigen Narren - heiß ersehnt - in Eilsleben an. In Hordorf absolvierten sie am Freitag noch die letzte diesjährige Auswärtsveranstaltung vor knapp hundert bunt gekleideten und von großartiger Stimmung beseelten Saalgästen - tags darauf schon stieg die erste von drei mittlerweile ausverkauften Sausen auf heimischer Bühne.

"Endlich war es so weit, denn auch wir haben uns sehr auf die Heimpremiere vor voller Hütte gefreut", sagt EKG-Sprecher Kai-Uwe Weinert. Per Schuss aus der Konfettikanone wurden die mehr als 200 Gäste aus nah und auch fern zur 614. Prunksitzung der Allertaler vom Start weg mitgerissen. "Das Publikum nahm die gute Stimmung sehr schnell an und forderte schon früh am Abend die eine oder andere Zugabe", freut sich Weinert über den gelungenen Einstieg.

Nur in Eilsleben in der Bütt sind Alexander Gumprecht und Ines Daus als Kanzleirat und sein Schreiberling, welche auch dieses Jahr wieder das kommunale Geschehen auf die Schippe nehmen. In weiteren Büttenreden strapazieren Petra Ulbrich sowie Vereinschefin Ute Stelmaszyk und Susanne Staps im Duett als ausgebüxte Altenheimbewohner die Lachmuskeln der Gäste, bis sie der Zivi wieder "einfängt".

Der Schelm Sören will die Damen betören

Und wer will, "bewaffnet" mit seiner Akustikgitarre, mit seinen Liedern die Frauen betören? - Das ist natürlich der Sören! In Hordorf hat er sogar einen eigenen Fanclub, der ihn dort jedesmal frenetisch feiert.

Bei den Tanzdarbietungen der Prinzengarde und Narrenpolizei vermischt sich Traditionelles mit Modernem. So wurde der Marschtanz der Prinzengarde in ein komplett neues Bild gerückt. Kai-Uwe Weinert dazu: "Die Marschmusik wurde durch einen Stimmungs- und Partykracher ersetzt, neue Schrittfolgen einstudiert und traditionelle Elemente wie das ,Beineschmeißen\' wieder integriert. Ein ganz besonderer Augen- und Ohrenschmaus!"

Amerikanisches Großstadtfeeling mit integriertem Katz- und-Maus-Spiel zwischen Gangsterbraut und Cops ist beim Auftritt des Tanzmariechens und ihrer Begleiter angesagt. Die Choreographie der Prinzengarde zur schwarzlicht-illuminierten Ultrashow ist der Höhepunkt der Tanzdarbietungen. "Die Garde hat jedes Jahr den größten Aufwand aller Tanzgruppen zu bewältigen", zollt Narrenpolizeihauptmann Weinert Respekt.

Krönender Abschluss des Programms sind seit Jahren die stets jung bleibenden Damen der Ü30-Abteilung der EKG: die Hupfdohlen. Sie haben sich noch mal in die gute alte Hippie-Zeit mit langen Haaren und schrillen Klamotten versetzt.

Runde zwei im Heimspielprogramm steigt am kommenden Sonnabend. Das Publikum darf sich auf einiges gefasst machen ...

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