Verschlafen liegt das Hötensleber "Glück-auf"-Stadion am Sonntagvormittag im Winterdunst. Wo es am Wochenende üblicherweise auf dem Rasen hoch her geht, rückte gestern die "Nebenanlage" in den Blickpunkt des Geschehens. Im Sportlerheim hatten sich die Mitglieder, Freunde und Förderer des hiesigen Sportvereins eingefunden - dazu auch Polit- und Funktionärsprominenz.

Hötensleben. "Schwarz-Gelb ist derzeit groß in Mode", merkte Henning Rühe, Vizepräsident des Landessportbundes, an. Borussia Dortmund im Großen, der SV Hötensleben im Kleineren. 100 Jahre Gründungsjubiläum und gar 125 Jahre Sportbewegung im Ort feiert die Institution mit den Vereinsfarben schwarz-gelb. Mit derzeit 420 Mitgliedern, die in zehn Abteilungen dem sportlichen Freizeitvergnügen frönen, ist der SVH einer der größten (Sport)Vereine der Region und kann in seinen Annalen auf einzigartige Erfolgsgeschichten und herausragende Sportler verweisen.

Grund genug also, sich selbst ein wenig hochleben zu lassen, sowie auch die vielen engagierten Köpfe hinter dem aktiven Geschehen in besonderer Weise zu ehren. "Was hier geleistet wurde und geleistet wird, kann man durchaus vorzeigen - und das tun wir auch!", sagte der mit Stolz und Dankbarkeit erfüllte Vorsitzende Detlef Bratzke.

Den Reigen zahlreicher Auszeichnungen eröffnete Sachsen-Anhalts Sozialminister Norbert Bischoff mit der Übergabe der Sportplakette des Bundespräsidenten. "Hier waren und sind sicherlich ganze Generationen dabei und halten die Fahnen des Sportvereins hoch. Das ist mit Geld kaum aufzuwiegen", zollte Bischoff Respekt. Landrat Thomas Webel sprach von einem "stolzen Jubiläum", und auch Ortsbürgermeister Dieter Buchwald lobte: "Wer einen Sportverein trägt, muss ein Feuer am Brennen halten. Das gelingt hier in Hötensleben nun schon seit 125 Jahren."

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