Der Schulfunk in Wanzleben hat bereits eine lange Geschichte. Und im Laufe der Jahre ist es den Schulfunk-Kids der Grundschule "An der Burg" auch schon gelungen, große Stars wie DJ Bobo oder Die "Prinzen" an die Mikrofone zu bekommen. Doch auf der Leipziger Buchmesse waren sie noch nicht präsent. Deshalb wird der 17. März auch ein großer Tag für sie sein.

Wanzleben. Die Einladung vom sächsischen Kultusministerium an die Grundschule "An der Burg" zur Leipziger Messe kam zwar überraschend, aber sie bleibt deshalb keineswegs unbeachtet. Die Schulfunk-Kids, die derzeit von Olaf Neuendorf angeleitet werden, haben dadurch die Chance, im Rahmen des Bildungskongresses "Begeistert, beherrschen und bereichern - Medien in Kindertagesstätten und Grundschulen" ihre wöchentliche Arbeit zu präsentieren.

Da die Schulfunk-Kids Selina Scheitler (Klasse 4a), Michelle Schmelzer (Klasse 3b), Marie Heinrichs, Joyce-Alice Niemann, Sören Thorben Berlin (alle Klasse 3a), Emilie Amanda Giese, Florian Peters (beide Klasse 2a) sowie Niklas Meinecke (Klasse 2b) an diesem Tag aber die Schulbank drücken müssen, werden die Präsentation neben Olaf Neuendorf auch Jörg Schulz und Eike Kullak übernehmen.

Jörg Schulz ist der Leiter der Wanzleber DRK-Kinder- und Jugendeinrichtung "Tenne" und unterstützt die Schulfunk-Kids seit dem Jahr 2008. Dabei können die Schulfunk-Kids nicht nur Technik der "Tenne" kostenlos nutzen, sondern auch mit der Hilfe von Eike Kullak, der derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Einrichtung absolviert, rechnen. So ist der FSJ-ler zurzeit nicht nur in der Grundschule vor Ort, wenn die Sendungen vorbereitet und freitags in der großen Pause ausgestrahlt werden, sondern er tüftelt mit Jörg Schulz zudem noch an der Präsentation. "Wir wollen ein Plakat im Format 80 mal 120 Zentimeter herstellen, auf dem wir das Konzept des Schulfunks darstellen", erklärte Jörg Schulz.

"Greifen oft auch aktuelle Themen auf"

Außerdem sollen noch Infobroschüren für die Teilnehmer des Bildungskongresses konzipiert werden. Die Vorbereitungen laufen, wie Schulz sagte, bereits seit einigen Wochen.

Die Arbeit der heutigen Schulfunk-Kids baut auf einer bereits seit mehreren Jahrzehnten bestehenden Tradition auf. Der Schulfunk wurde nämlich bereits 1951 von den damaligen Lehrern Dieter Stark und Hans Hamann an der einstigen Polytechnischen Oberschule "Friedrich Engels", die sich am Standort der heutigen Grundschule "An der Burg" befand, ins Leben gerufen. Bis zur politischen Wende gab es viele Schüler, die sich mit Begeisterung dem Schulfunk widmeten. 1996 wurde der Schulfunk an der Grundschule wiederbelebt. Heike Stolze stand über Jahre engagiert als Lehrerin dahinter, bis Olaf Neuendorf ihre Aufgabe übernahm. Als das Studio in der Schule mit Hilfe des Radiosenders neu eingerichtet wurde, verbesserten sich die technischen Bedingungen für die Schulfunk-Kids. So haben die Kinder nicht nur viel Spaß, wenn sie mit dem Mikrofon in der Hand Interviews mit Schülern, Lehrern dem Hausmeister der Schule oder berühmten Persönlichkeiten wie DJ Bobo oder den "Prinzen" führen, sondern auch wenn sie die Sendungen zusammenstellen.

"Für ihre Sendungen greifen die Kinder oft auch aktuelle Themen auf", wusste Jörg Schulz zu berichten und erklärte, dass die Schüler unter Anleitung sogar einige ihrer Beiträge selbst schreiben. Und vielleicht ist demnächst auch einer dabei, der die Präsentation des Wanzleber Schulfunks beim Bildungskongress auf der Leipziger Buchmesse zum Thema hat. Die "Macher" des Schulfunks werden der Präsentation auf jeden Fall entgegenfiebern.