Mit einem Zuschuss von 6 000 Euro soll die Gemeinde Hohe Börde in diesem Jahr den Schwimmbadverein "Schrote- tal" in Niederndodeleben fördern. Das jedenfalls empfiehlt der Kulturausschuss des Gemeinderates, der am Montag über die zukünftige Bezuschussung der Vereine in den Ortschaften der Einheitsgemeinde beraten hatte (Volksstimme berichtete).

Irxleben/Niederndodeleben. Der Kulturausschuss folgte mit seiner Empfehlung einem Antrag von Gemeinderat Peter Nellen (CDU). Abschließend muss der Gemeinderat der Hohen Börde über den Schwimmbadzuschuss beschließen. Und zuguterletzt muss die Kommunalaufsicht dies im Rahmen ihrer Haushaltsgenehmigung bestätigen.

Freizeitanlage für alle umliegenden Dörfer

Nellen vertrat die Ansicht, dass es sich bei dem Schwimmbadverein im Vergleich zu Anderen um einen besonderen Verein handele. Der Grund liege im Zweck der Vereinsarbeit. "Das Niederndodeleber Schwimmbad ist eine Freizeitanlage für die Öffentlichkeit aller umliegenden Dörfer und ist neben dem Ökobad in Nordgermersleben das einzige Freibad in der ganzen Gemeinde. Die Schule nutzt das Freibad für den Unterricht. Seit Jahren ist die Betreibung des Schwimmbads nur durch das ehrenamtliche Engagement vieler Niederndodeleber, vor allem der Vereinsmitglieder, durch die Hilfe von Sponsoren und ohne einen einzigen Euro von der Gemeinde bewältigt worden. Viele Bürger haben dafür auch ihr eigenes Portmonee für den Schwimmbad- erhalt geöffnet. Zudem verzeichnet das Niederndodeleber Schwimmbad mehr Besucher als das Nordgermersleber Ökobad."

Die finanziellen Grenzen des Schwimmbadvereins sind aber erreicht. Das bestätigt auch ein Schreiben des Vereinsvorsitzenden, Florian Pötzsch. Danach musste auf der Mitgliedersammlung Anfang März festgestellt werden, dass das Geld für Chemikalien zur Aufrechterhaltung der Wasserqualität (gut 6 000 Euro) für dieses Jahr vom Verein nicht aufgebracht werden kann. Das könnte nun mit einem Zuschuss seitens der Gemeinde bezahlt werden.

Geld wird auch mit Förderung knapp

Selbst mit dem vom Kulturausschuss in Aussicht gestellten Zuschuss wartet für das laufende Jahr noch eine Menge Arbeit, verbunden mit erheblichen Kosten, auf die rührigen Vereinsmitglieder und die vielen Schwimmbadfreunde außerhalb des Vereins.

Seit Jahren stellt das ortsansässige Landwirtschaftsunternehmen "Agrobördegrün" kostenlos das Badewasser bereit. Die Gesamtkosten bleiben trotzdem erheblich. Allein eine Sanierung des vom Gesundheitsamt gesperrten Kleinkindbeckens (Planschbecken) wird laut vorliegender Kostenschätzung mit knapp 11 000 Euro kalkuliert. Hinzu kommen Kosten für Energie, Wasserproben und für die Rettungsschwimmer. Ohne eine Unterstützung durch die Gemeinde droht den Badefreuden im Schrotetal das endgültige Aus.