Im zweiten Halbjahr 2011 will die Oschersleber Wohnungsgenossenschaft "Neues Leben" im Wohngebiet Wasserrenne mit dem Bau eines Mehrgenerationenhauses beginnen. Das Haus bietet 24 Wohnungen und kostet 2,7 Millionen Euro. Sachsen-Anhalt beteiligt sich daran mit Fördergeld.

Oschersleben. Oschersleben bekommt ein weiteres Mehrgenerationenhaus. Die Wohnungsgenossenschaft "Neues Leben" baut auf dem Gelände der ehemaligen Kaufhalle im Wohngebiet Wasserrenne einen Gebäudekomplex mit 24 Wohnungen für alte und junge Bewohner. Damit schließt das Wohnungsunternehmen nicht nur die Lücke, die nach dem Abriss der maroden Kaufhalle im Vorjahr entstanden ist, sondern schafft nach Zeiten des Abrisses und Rückbaus wieder neuen Wohnraum in der Stadt.

Bauminister Karl-Heinz Daehre kam in Begleitung der CDU-Landtagsabgeordneten Gabriele Brakebusch am Montag in der Neues-Leben-Geschäftsstelle vorbei, um die gute Nachricht zu überbringen und sich über die Details des Projekts zu informieren. "Das Land fördert das Bauvorhaben mit mehr als 730 000 Euro und wird außerdem dem Antrag auf vorzeitigen Maßnahmebeginn entsprechen", sagte Daehre und sorgte für zufriedene und erleichterte Gesichter bei den Verantwortlichen.

Mit dem Bau des 2,7 Millionen Euro teuren Mehrgenerationenhauses soll im zweiten Halbjahr dieses Jahres begonnen werden, Ende 2012 soll es bereits bezugsfertig sein. Das mehr als 5 500 Quadratmeter große Grundstück wird mit einem zweigeteilten, aber miteinander verbundenen, Gebäude bebaut. Entstehen sollen Wohnungen in unterschiedlichen Größen und mit ganz unterschiedlichen Grundrissen. "Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 45 und 105 Quadratmeter", erklärte Neues-Leben-Vorstand Jens Schneider. "Im Dachgeschoss gibt es sogar eine Einliegerwohnung." Der gesamte Neubau ist natürlich barrierefrei und teilweise vollkommen rollstuhlgerecht. Die Wohnungen sollen sowohl für junge als auch ältere Mieter attraktiv sein. "Wir planen sogar ein Kompetenzzentrum, in dem wir mit verschiedenen Partnern über Themen wie Pflege, Alter und die eigenen vier Wände informieren wollen", betonte Schneider. Selbstverständlich gibt es einen Fahrstuhl und Gemeinschaftsräume. Die Außenanlagen sind großzügig und bieten für jedes Alter Erholung und Entspannung. "Das Element Wasser wird draußen eine große Rolle spielen", kündigte Schneider an. "Das ist sozusagen die Verbindung mit dem Wohngebiet."

"Wir wollen unserem Anspruch an ein generationsübergreifendes Wohnen vollends gerecht werden und haben das Vorhaben lange und äußerst konstruktiv diskutiert", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Wohnungsgenossenschaft, Joachim Kunkel. "Aber ohne die Förderung vom Land wäre es nur Wunschdenken geblieben. Deshalb möchte ich dem Ministerium und allen voran Karl-Heinz Daehre danken, dass wir nun starten können."

Als nächsten Schritt will "Neues Leben" Ende April alle interessierten Mieter zu einer Informationsveranstaltung rund um das Mehrgenerationenhaus einladen.