Wanzleben (skr). Nach den bereits angekündigten Gesprächen mit der Deutschen Regionaleisenbahn als Betreiberin der Zuckerbahn-Strecke, teilte gestern Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) mit, dass man sich zur Frage, was man trotz der Einhaltung der gesetzlichen Forderungen noch tun könne, auf Maßnahmen geeinigt habe. So sollen Untersuchungen angestellt werden, wie man die Erkennbarkeit der beiden unbeschrankten Bahnübergänge, die der Bioethanolzug in Wanzleben passiert, für die Straßenverkehrsteilnehmer optimieren könne.

Bis zum 30. April soll geklärt werden, was an den beiden Übergängen, in Wanzleben L 46 Richtung Domersleben sowie dem an der L50 in Richtung Magdeburg, technisch realisiert werden kann.

Daehre sagte, dass als zusätzliche Sicherungsmaßnahme für den rollenden Verkehr nun der Vorschlag für die Installation einer automatischen Beleuchtungsanlage geprüft werde. Er betonte abermals, dass auf der sehr wenig frequentierten Strecke die Bauvorschriften nach dem Gesetz alle eingehalten worden seien. Die Blinkanlagen-Variante sehe so aus, dass sobald sich ein Bioethanolzug dem Übergang nähert, dem Autofahrer ein rotes Signal erscheint, Das Land müsse sich an der Investition beteiligen, hatte Daehre diesbezüglich bereits Anfang des Monats auf Volksstimme-Nachfrage gesagt.

Mit der automatischen Blinkanlage würde eine zentrale Forderung des Anliegers Willi Kemmer (60) erfüllt werden. Der Metallbauer hatte in einem veröffentlichten Volksstimme-Gespräch vor einigen Wochen bemängelt, dass die Bioethanol-Züge im Dunkeln zwar vor dem unbeschrankten Übergang stoppen und ein Sicherungsposten zur Absperrung der Fahrbahn kurzzeitig aussteigt, dann aber wieder auf die Lok aufspringt.

Die manchmal bis zu 24 Waggons würden dennoch weiterhin unbeleuchtet den Übergang passieren. Eine automatische Blinkanklage an beiden Übergängen würde hingegen die Sicherheitslücke schließen.

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