Die Mitglieder der Dalldorfer Feuerwehr zogen am Wochenende bei ihrer Jahreshauptversammlung Bilanz zum Jahr 2010. Unzählige Stunden ehrenamtlichen Engagements, eine solide Nachwuchsarbeit sowie die Begrüßung zweier neuer Mitglieder konnte Ortswehrleiter Wolfgang Fredersdorf positiv hervorheben.

Dalldorf. "Unsere Kameraden und Kameradinnen haben im vergangenen Jahr insgesamt 979 Stunden für das freiwillige Ehrenamt der Feuerwehr Dalldorf geleistet", berichtete Ortswehrleiter Wolfgang Fredersdorf in der Jahreshauptversammlung am Wochenende.

Ein großer Anteil fiel dabei auf Ausbildungsstunden sowie Dienst- und Themenabende, wie beispielsweise eine Schlauchbootausbildung oder Fahrzeugkunde. Zu drei Einsätzen sollten die Frauen und Männer ausrücken, die sich letztendlich jedoch als zwei Fehlalarme und einen Rückruf erwiesen.

"Wir müssen unsere Jugend bei der Stange halten"

Großen Wert legten die insgesamt 14 Mitglieder der aktiven Gruppe auch auf die Beteiligung an Lehrgängen, denn ein Sprechfunker, zwei Maschinisten sowie zwei Jugendgruppenleiter konnten erfolgreich ausgebildet werden, wobei zwei weitere Kameraden einen Themenkurs für Rechtsgrundlagen in der Jugendarbeit belegten.

Auch der gute Kontakt zur Partnerwehr in Dalldorf im niedersächsischen Kreis Gifhorn riss im vergangenen Jahr nicht ab, denn ein besonderer Höhepunkt war die gemeinsame 20-jährige Jubiläumsfeier beider Wehren in Dalldorf. Auch nach so vielen Jahren gibt es zwischen beiden Partnern noch immer einen regen Erfahrungsaustausch sowie viele gemeinsame Stunden miteinander.

Insbesondere die Jugendarbeit liegt den Kameraden in Dalldorf am Herzen. Sechs Kinder und zehn Jugendliche gehören der Jugendwehr im kleinen 170-Seelen-Dorf Dalldorf an.

Auch für die Jüngsten konnte Jugendgruppenleiterin Alexandra Ludwig einen straffen und gefüllten Arbeitsplan des vergangenen Jahres Revue passieren lassen. Nicht nur die Begleitung von Fackelumzügen, dem Oster- oder Maifeuer, der Beteiligung am Orientierungsmarsch in Hamersleben sowie zahlreiche Ausbildungsstunden prägten das Jahr 2010, sondern auch eine gemeinsame Fahrradtour, Sport- und Spielveranstaltungen und der Wettkampf Löschangriff Nass in Wellen. "Wir müssen unsere Jugend bei der Stange halten, denn sie sind unsere Zukunft", sind sich Wolfgang Fredersdorf sowie sein Stellvertreter Andreas Puhl einig.

"Waren immer in der Lage, als Staffel aufzulaufen"

Dennoch bedauerten die Kameradinnen und Kameraden sehr, dass bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung nicht ein einziger Vertreter der Verbandsgemeinde Westliche Börde anwesend war. Die neuen Richtlinien und Vorgaben mit der Bildung der Verbandsgemeinde warfen zahlreiche Fragen bei den Mitgliedern auf, wie beispielsweise die neue Laufbahnverordnung und die daraus resultierende Anerkennung und Absolvierung von zusätzlichen Lehrgängen. Hier stellte sich ein starker Aufklärungsbedarf in den Vordergrund.

Trotz allen Unmutes innerhalb der Wehr lobte Wolfgang Fredersdorf die Einsatzbereitschaft seiner Mitglieder, die durch eine besonders starke Frauengruppe geprägt wird. "Wir waren immer in der Lage, als Staffel aufzulaufen", dankte er seinen Mitgliedern und wünscht sich auch für die Zukunft eine weitere gute Zusammenarbeit mit allen Kameraden.

Ebenso freute er sich über die Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern in die Dalldorfer Wehr. Zur Jahreshauptversammlung wurden schließlich mit Christian Mahnke, Alexandra Ludwig und Brian Braune drei Dalldorfer Brandschützer feierlich befördert.

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