Auf die Zielgerade biegt der Sportverein Groß Santersleben ("Santos") bei der Gestaltung des neuen zweiten Sportplatzes ein. Seit Anfang der Woche rollen die Radlader an den Randbereichen. Am Montagnachmittag besprachen Vertreter des Vereins, des Bauamtes der Hohen Börde und einer Windkraftfirma die geplante Begrünung des neuen Sportkomplexes.

Groß Santersleben. Der nasskalte Herbst und der strenge Winter hatten im vergangenen Jahr die Fertigstellung des neuen Sportplatzes verhindert. Seit der Wettergott sanfte Frühlingsboten sendet, wird das Erdreich an den Spielfeldrändern wieder bewegt.

Insektenhotel und Wochenendeinsätze

Der Sportverein konnte die Rottmersleber Agrargesellschaft "Börde" als Unterstützer gewinnen, um Teile des im Herbst liegen gebliebenen Aushubs per Radlader rund um das Sportplatz-Carré zu verteilen.

Die Erdhügel werden plangefahren, die Ränder des Platzes vernünftig gestaltet. An der Seite zum Gartenweg entsteht ein etwa 400 Quadratmeter großer Garten für die Kita. Hier wollen die von der Gemeinde Hohe Börde beschäftigten Ein-Euro-Jobber des Bildungsprogramms "Die vier Elemente der Natur" (Volksstimme berichtete) zusammen mit den Kindern und Erzieherinnen ein Insektenhotel errichten und die Parzelle bestellen.

Selbst errichten wollen die Mitglieder des Sportvereins die bereits gekauften Begrenzungsanlagen. "Mitte April, nach unserer Jahreshauptversammlung, wollen wir damit beginnen, die Spielfeldbegrenzung, Trainerbänke, Ballfangzäune und die Zuwegungen in Eigeninitiative aufzubauen. Das wird wohl einige Wochenenden brauchen", berichtete gestern der Vereinsvorsitzende Eckhard Marschke.

Am Montagnachmittag hatte Marschke zusammen mit Vertretern des Bauamtes und von der Windkraftfirma "Germania" die Pflanzung eines "Grüngürtels" rund um das Sportplatzgelände vor Ort besprochen. Die Firma muss für die drei von ihr errichteten Windräder in der Gemarkung Groß Santersleben Ausgleich für den Eingriff in die Landschaft schaffen. Dazu gehört neben Baumpflanzungen am Dorfteich auch der Grüngürtel am Sportplatz.

Baumpflanzungen können jetzt beginnen

Beginnend an der Kreisstraße Richtung Schackensleben (Westseite des Sportplatzes) wird ein sechs Meter breiter Grünstreifen mit Bäumen und Sträuchern bis zur Südgrenze in Richtung Autobahn gepflanzt. Der Gürtel setzt sich an der Südseite des neuen Sportplatzes fort, verläuft an der Ostseite weiter - quasi als Grenze zur benachbarten Wohnbebauung (Gartenweg). Sowohl die Wohngebiete im Osten (Gartenweg) als auch im Westen (Drosselweg und Amselweg) profitieren von dem Grünstreifen als Sicht- und Lärmschutz.

Auch zwischen den beiden Sportplätzen werden 26 Bäume gepflanzt. Die Pflanz- arbeiten sollen noch in diesen Tagen beginnen.