Für den dritten Teil der Chronik, die nach der Gebietsreform die zehn "neuen Mitglieder" der Stadt Wanzleben - Börde vorstellen soll, hat sich Ortschronist Prof. Gerd Gerdes (88) einen Sponsor gesucht. Die Volksbank Börde-Bernburg unterstützt die Chronistenarbeit mit 6500 Euro. Das Werk soll im Dezember veröffentlicht werden.

Wanzleben. Der 88-jährige Prof. Gerd Gerdes steckt in den letzten Zügen, um unter seine Materialsammlung für den dritten Teil der Chronik, die die Historie der zehn neuen "Mitglieder der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben - Börde" beleuchten soll, einen Schlussstrich zu setzen. Das Manuskript ist fertig. Gestern verließ Prof. Gerdes nun seinen digitalen Arbeitsplatz um seine Unterschrift unter den Sponsorenvertrag bei der Volksbank Börde-Bernburg zu setzten. Die Tinte ist trocken. Damit wird der dritte Teil mit 6500 Euro gefördert.

Prof. Gerdes hatte mit seinem Sohn die Sponsorenidee, nachdem er den zweiten Teil aus eigener Tasche finanziert hatte, verfolgt und war bei der Volksbank Börde-Bernburg auf offene Ohren gestoßen. "Es ist gut, einen Unterstützer zu haben, der sich der Bedeutung um die Ortschronistenarbeit bewusst ist. Denn das Schreiben einer solchen ist mit erheblichem Aufwand und aufwändiger Recherchearbeit verbunden. Das Gebiet der Stadt Wanzleben - Börde ist schließlich groß, für das Sichten der historischen Quellen muss man vor Ort sein. Das bedeutet, dass ich viel unterwegs sein musste, um Material sammeln zu können", berichtet der Wanzleber. Unterstützung dabei habe er von zirka zehn ebenfalls an lokaler und regionaler Geschichte interessierten "Stadt Wanzleben-Börde"-Bewohnern erhalten.

Mit der Arbeit für den dritten Band habe er bereits im vergangenen Jahr begonnen. Die Veröffentlichung für sein neuestes Werk ist für Dezember geplant. Der dritte Teil soll eine Auflage von bis zu 2000 Exemplaren haben, berichtet Verleger Dr. Harry Ziethen. Was auf dem Einband zu sehen sein wird, stehe noch nicht fest. Nur so viel: "Wir wollen mit der Gestaltung des Titels allen zehn neuen Ortschaften gerecht werden", sagt Prof. Gerdes. Die Chronik soll neben dem Verkauf in den bekannten Buchhandlungen auch in den Filialen der Volksbank erhältlich sein. "Wir unterstützen die Chronistenarbeit von Prof. Gerdes, weil es wichtig ist, gerade nach einer Gebietsreform regionale Identität zu schaffen und zu wahren", so Vorstandsvorsitzender Friedrich-Wilhelm Baden.

Der 88-Jährige hatte sich bereits vor 20 Jahren die Aufgabe gestellt, eine Chronik über die Geschichte der Sarrestadt zu schreiben. 2008 erschien der erste Band zur Chronik der Stadt Wanzleben.