In Oschersleben werden weitere Gehwege und Nebenanlagen von Straßen saniert. Der Bau,- Wirtschafts- und Umweltausschuss des Stadtrates hat jetzt Bauvorhaben in der Puschkinstraße und der Mittelstraße auf den Weg gebracht.

Oschersleben. Die Puschkinstraße in Oschersleben hat sich durch die Sanierung der Häuser und ihre farbenfrohe Gestaltung zu einer Vorzeige- gegend in der Bodestadt entwickelt. Nicht zuletzt durch die Bauaktivitäten der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Bewos in der Puschkinstraße 49/50 kam eine Aufwertung des Stadtteils in Gang. Jetzt will die Stadt Oschersleben nachziehen und die Gehwege, die sich teilweise in einem sehr desolaten Zustand befinden, sowie die Nebenanlagen mit Grünflächen, Parknischen und Straßenbeleuchtung neu gestalten.

Der Bau,- Wirtschafts- und Umweltausschuss des Stadtrates hat sich bei seiner Sitzung am Mittwoch erstmals mit den Bauprojekten beschäftigt. Neben der Puschkinstraße standen Bauarbeiten an den Nebenanlagen der Mittelstraße auf der Tagesordnung.

"Priorität hat aber die Puschkinstraße", sagte Ausschussvorsitzender und Bürgermeister Dieter Klenke (parteilos). Deshalb musste der Plan der Stadtverwaltung, auch die Nebenanlagen der Kornstraße zu sanieren, wegen fehlenden Geldes zurückgestellt werden.

Ein Planungsbüro stellte den Ausschussmitgliedern am Mittwoch drei Varianten zur Sanierung der Nebenanlagen in der Puschkinstraße vor. Die Kosten dafür schwanken zwischen 311000 und 370000 Euro. Aus den drei Varianten wird die Stadt eine kombinieren, die dann gebaut werden soll. Sie wird vorsehen, beidseitig der Straße auf einer Breite von 2,50 Metern kombinierte Geh- und Radwege zu bauen.

Entlang der Puschkinstraße sollen Grünflächen mit Bäumen sowie 17 Parkbuchten entstehen. Die Fläche mit dem Puschkin-Denkmal soll erhalten bleiben, der Gehweg wird ein Stück weit in Richtung Schule verlegt. Die dort vorhandenen Absperrgitter zur Straße hin sollen verschwinden und durch eine Bepflanzung als Barriere ersetzt werden.

Vor der Einfahrt zur Schule bleiben die Absperrgitter erhalten, um die Schüler davon abzuhalten, direkt auf die Straße zu laufen. Gerade nach Schulschluss sind dort viele Kinder und Jugendliche unterwegs, die wenig auf den Straßenverkehr achten. "Fahren Sie dort mal aus der Kornstraße gegen 12.30 Uhr auf die Puschkinstraße. Sie werden sehen, wieviele Kinder über die Straße laufen, ohne auf die Autos zu achten. Da kann man nur langsam fahren", mahnte Klenke an, die Gitter als Barriere unbedingt beizubehalten.

Der Planungsbereich zur Sanierung der Nebenanlagen in der Puschkinstraße erstreckt sich von der Kreuzung zur Magdeburger Straße bis zur Einfahrt zum Oesenweg. Die Stadt hatte auch zum Landesbaubetrieb Bau als Träger der Puschkinstraße im Zuge der Landesstraße 24 Kontakt aufgenommen, um zu erfahren, ob das Land die Straße selbst irgendwann instandsetzen möchte.

Das solle wegen anderer Bauprojekte, wie dem Tunnelbau in Oschersleben und der Sanierung der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 246, in den nächsten fünf Jahren nicht erfolgen. Deshalb will die Stadt Oschersleben die Nebenanlagen so sanieren, dass sie vom späteren Straßenbau nicht beeinträchtigt werden.

Für die Gestaltung der Gehwege und Parkflächen auf der Ostseite der Mittelstraße will die Stadt Oschersleben 75000 Euro investieren.

Beide Bauprojekte sollen aus dem Städtebaufonds der Stadt Oschersleben finanziert werden. Der Erfolg der Finanzierung hängt jedoch davon ab, ob die Kommunalaufsicht des Kreises den Haushalt für 2011 genehmigt. Bevor beide Vorhaben von den Bauleuten in Angriff genommen werden können, müssen ihnen noch Hauptausschuss (11. Mai) und Stadtrat (25. Mai) zustimmen.

Nach Einschätzung von Bürgermeister Dieter Klenke, kann das Baugeschehen Mitte Juli beginnen. Wenn der Stadtrat dem Vorhaben Ende Mai zustimmt.