Wanzlebens Ortsbürgermeister Sandro Meyer fordert Thomas Webel als Verkehrsminister in spe auf, sich weiter für einen Radweg entlang der L50 zwischen Wanzleben, Schleibnitz und Magdeburg einzusetzen. Wenn Radfahrer auf der Landstraße unterwegs sind, sei dies ein sehr gefährlicher Ausflug. Erfreulich: An der L50 gab es für Vorplanungen des Landesbaubetriebes erste Vermessungsarbeiten.

Wanzleben. In einem Schreiben an die Volksstimme meldete sich jetzt Wanzlebens Ortsbürgermeister Sandro Meyer zum seit langer Zeit von den Anwohnern geforderten Radweg entlang der L50 zu Wort: "Die Tage werden länger und wärmer - und wieder sieht man verstärkt auf der Strecke Wanzleben-Schleibnitz-Magdeburg zahlreiche Radfahrer. Die Gründe, diese Strecke zu befahren sind sehr vielseitig wie Arbeitsweg, Sport oder Radfahrtouristen. Ich selbst würde keinem dazu raten, diese Straße mit dem Rad zu befahren, weil die Frequenz der überholenden Autos und Lkw immens hoch ist sowie der Drang der Autofahrer, im möglichst dichten Abstand den Radfahrer zu überholen. Aus eigener Überzeugung bin ich die vergangenen drei Jahre im Sommer regelmäßig die Strecke Wanzleben - Magdeburg mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Ich versuche jedoch die Nebenstrecken (Feldwege) zu nutzen. Diese sind schöner und ruhiger, jedoch auch sehr wetterabhängig."

Seit geraumer Zeit fordern Bürger aus Schleibnitz und Wanzleben einen Radweg entlang der L50. Als Ortsbürgermeister und Radfahrer unterstütze er diese Forderung. Mit der Ankündigung des Landesbetriebes Bau, die Flächen entlang der L50 für den geplanten Radwegebau zu vermessen, komme aus seiner Sicht jetzt erst einmal Bewegung in dieses dringliche Vorhaben.

"Ich hoffe und fordere unseren neuen Landesverkehrsminister Thomas Webel auf, dieses Vorhaben nicht im Sande verlaufen zu lassen und es mit Priorität voranzutreiben. Viele Kinder und Jugendlichen, die im Sommer diese Strecke zur Schule oder zum Spaßbad fahren, brauchen Sicherheit und die kann es nur mit einem Radweg geben", schrieb Meyer weiter. Bauamtsleiter Olaf Küpper bestätigte gestern die jüngsten Vermessungsarbeiten des Landesbaubetriebes (LBB) entlang der L50.

Wie er meint, werden damit wichtige Voraussetzungen für eine Vorplanung geschaffen. "Es wird zum Beispiel geprüft, auf welcher Seite der Fahrbahn es Sinn machen würde, einen begleitenden Radweg zu bauen", erklärte er gestern gegenüber der Volksstimme. Dazu sei seitens des LBB aber bislang noch kein Ergebnis bekannt gegeben worden, sagte Küpper. Die Pläne für einen neuen Radweg entlang der L 50 zwischen Wanzleben und Magdeburg-Ottersleben waren nach seinen Kenntnissen glücklicherweise auch noch nie vom Tisch. Es sei jetzt durch die Vermessungsarbeiten vor einigen Wochen tatsächlich ein wenig Bewegung in das Anliegen gekommen.

Wencke Schröpel vom Bauamt der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben - Börde meinte, dass laut LBB zunächst die Eigentumsverhältnisse auf der Strecke geklärt werden müssten. Es könne deshalb noch gut zwei Jahre dauern, bis es zu einem möglichen Baubeginn solch eines Radweges kommen könnte.

Ortsbürgermeister Sandro Meyer: "Bis dahin appelliere ich an alle Autofahrer für eine gewisse Akzeptanz und Verantwortung hinsichtlich der Radfahrer auf den Straßen - denn Radfahrer haben das gleiche Recht eine Straße zu benutzen, wie Pkw-Fahrer."

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