Auf die langjährige Erfahrung des DRK bei der Hilfe in Katastrophenfällen kann der DRK-Kreisverband Wanzleben inzwischen bauen. Dennoch braucht es auch immer wieder Menschen, die bereit sind, sich das Wissen anzueignen und den Sanitätszug zu unterstützen. Einige Neulinge konnte der Verband jetzt wieder begrüßen, die sich an den vergangenen zwei Wochenenden haben ausbilden lassen.

Wanzleben. Sehr umfangreich war das Programm, das die Teilnehmer des Sanitätslehrgangs beim DRK-Kreisverband Wanzleben an den vergangenen zwei Wochenenden bewältigen mussten. Die Ausbilder Juana Heuer und Christian Siedentopf vermittelten die Kenntnisse rund um die medizinische Grundausbildung, die die Teilnehmer zukünftig bei ihren Einsätzen mit dem Sanitätszug anwenden sollen. Übungen innerhalb der Ausbildung betrafen beispielsweise auch den Umgang mit dem Defibrillator, mit der Vakuummatratze, dem Beatmungsbeutel oder mit verschiedenen Einsatzfahrzeugen. "Die Teilnehmer wurden vorbereitet auf die Versorgung von unterschiedlichen Verletzungen und Erkrankungen, die auch typisch für Katastrophenlagen sind", erklärte Stephan Dill, Abteilungsleiter Nationale Hilfsgesellschaft beim DRK-Kreisverband Wanzleben. Die Helfer des Sanitätszuges werden bei Katastrophen, Großschadenslagen und im Verteidigungsfall eingesetzt.

Doch mit den beiden Schulungswochenenden ist die Ausbildung der Sanitäter längst noch nicht abgeschlossen. Bei den monatlichen Dienst-abenden werden die Teilnehmer stetig ihr Wissen auffrischen und erweitern. "Wir führen solche Lehrgänge mindestens einmal im Jahr, wenn möglich sogar zwei- bis dreimal durch, um Nachwuchs für den Sanitätsdienst zu gewinnen", fügte Stephan Dill hinzu, denn der DRK-Kreisverband möchte auch zukünftig auf die Erfahrungen im Katastrophenschutz bauen und im Ernstfall für die Bürger des Landkreises Börde da sein.

Allerdings sind unter den Ehrenamtlichen derzeit Unsicherheiten zu bemerken, nachdem es zum einen auf Landesebene Veränderung im Bereich des Katastrophenschutz gegeben hat, zum anderen aber auch der Landkreis den Rettungsdienst neu strukturiert hat. Die Befürchtungen der Ehrenamtlichen gehen dahin, dass sie zukünftig vielleicht nicht mehr in ihren Einheiten tätig sein können, falls der Landkreis auch im Katastrophenschutz die anderen Anbieter, die jetzt den Rettungsdienst gewährleisten, einsetzt. Bisher deckt das Deutsche Rote Kreuz im Landkreis Börde allein zwei Sanitätszüge, die in Wanzleben und Haldensleben stationiert sind, sowie zwei Betreuungszüge, beheimatet in Oschersleben und Haldensleben, ab. Allein beim Deutschen Roten Kreuz engagieren sich momentan, wie Stephan Dill bestätigt, im gesamten Landkreis Börde etwa 150 ehrenamtliche Helfer für den Katastrophenschutz.