Oschersleben. Die Stadt Oschersleben will im Kleinen Nickelkulk, der Verbindungsstraße zwischen Nickelkulk und dem Beginn der Fußgängerzone in der Hornhäuser Straße, den Regenwasserkanal sanieren lassen. Die Mitglieder des Bau-, Wirtschafts- und Umweltausschusses des Stadtrates stimmen in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig dem Plan eines Ingenieurbüros zu, die Arbeiten im so genannten Liner-Verfahren ausführen zu lassen.

Im Liner-Verfahren muss die Fahrbahn nicht aufgerissen werden, wie es bei einer herkömmlichen Kanalsanierung nötig ist. Bei der Vorgehensweise ist es möglich, den Regenwasserkanal unter der Straße in geschlossener Bauweise zu sanieren. Dabei wird ein Roboter eingesetzt, der im Inneren der Leitung die Arbeiten ausführt und dabei von Fachleuten gesteuert wird. Weiterhin sollen an den Schächten notwendige Sanierungsarbeiten erledigt werden.

Der Fachausschuss hat sich für das Verfahren entschieden, weil dadurch die Straße nicht auf der gesamten Länge von 80 Metern aufgerissen werden muss. Bäume und Laternen können stehenbleiben. Vor dem Entschluss, im Kleinen Nickelkulk den Regenwasserkanal instandsetzen zu wollen, hatten Fachleute den Kanal mit einer ferngesteuerten Kamera befahren. Dabei übertrug die Kamera Bilder von erheblichen Schäden am Kanal in der Erde nach oben: Längsrisse in Scheitel und Sohle, nicht fachgerecht hergestellte Anschlüsse, Schäden an Halterungen, Rost im Rohr, undichte Muffen und Wurzeln, die in den Kanal eingedrungen sind.

Für die Sanierung des Regenwasserkanals plant die Stadt mit Kosten in Höhe von etwa 80000 Euro. Vorbehaltlich der Genehmigung des Oschersleber Haushaltes für 2011 soll das Geld aus dem Städtebaufonds der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Die Bauarbeiten sollen zwischen drei und vier Wochen dauern. Die Haltbarkeit des dann sanierten Kanals liege nach Darstellung des Ingenieurbüros bei bis zu 80 Jahren. Der Stadtrat muss noch zustimmen.