Nach dem Volksstimme-Bericht vom 8. April dieses Jahres haben sich Blumenberger wie Marika Reipsch besorgt gefragt, ob auch Blumenberg mit DSL versorgt wird. Der Ortsteil wurde von der Telekom nicht aufgezählt. Bauamtsleiter Olaf Küpper kann jetzt beruhigen: Es gibt mehrere Verträge, Blumenberg kam etwas später dazu. Bandbreiten bis zu 16 Megabit pro Sekunde sollen nach dem Ausbau auch dort möglich sein.

Blumenberg. Nach der Information, dass die Telekom das Breitbandnetz für fast 1400 Haushalte in zehn Ortsteilen der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben - Börde ausbauen will, kam es in Blumenberg zu Verunsicherungen. So schrieb Marika Reipsch der Volksstimme: "Blumenberg war nicht unter den zehn aufgezählten Ortsteilen. Ich hoffe, dass wir bei der Planung der Knotenpunkte nicht vergessen wurden. Zumal die Geschwindigkeit der Datenübertragung auch vom Abstand zum nächsten Knotenpunkt abhängt. Heißt das: Wer mehr als fünf Kilometer zwischen Rechnerstandort und Knotenpunkt hat, der kann demzufolge mit keiner Verbesserung rechnen? Wo sind die Knotenpunkte geplant?", fragte die Leserin die Redaktion. Bauamtsleiter Olaf Küpper stand gestern Rede und Antwort. Er erklärte, dass es mehrere Verträge mit der Telekom gebe und auch Blumenberg eine Förderung erhält. Für den Ortsteil ist ein DSLAM (also der Knotenpunkt) mitten im Ort geplant. Der genaue Standort werde noch vom Bauamt der Stadt und dem Netzbetreiber besprochen.

Ansonsten richte sich die Geschwindigkeit der Datenübertragung tatsächlich nach der Entfernung zum Schaltgehäuse, bestätigte gestern Telekom-Sprecher Georg von Wagner. Da der Aufbau der Breitbandkabel-Infrastruktur teuer ist, hat das Land Sachsen-Anhalt sich mit einer Defizitförderung von rund 800 000 Euro beteiligt. Immerhin: Ein Kilometer Kabelarbeiten mit Tiefbau kosten bis zu 50 000 Euro. Um die Bürger der Einheitsgemeinde mit dem schnellen DSL zu versorgen, werden bis nächstes Jahr 13 neue Knotenpunkte von der Telekom entweder neu aufgebaut oder modernisiert.

Fast 50 Kilometer neue Kabel sollen verlegt werden, teilte das Unternehmen mit. Ab März 2012 sollen die 1400 Haushalte dann über einen schnelleren Internetanschluss verfügen.