Der Seniorenverband BRH, Ortsverband Wanzleben, hatte vor einigen Tagen die Hohendodeleber Plattspreeker in der Stadt- und Kreisbibliothek zu Gast. Der Verein der Plattspreekers begeht im Oktober dieses Jahres sein zehnjähriges Jubiläum.

Gekommen waren die Frauen Doris Cechlovsky, Hannelore Ebel, Sigrid Kamolz, Karin Rost und Margit Vogel. Sie boten den Zuhörern eine Stunde lang ein unterhaltsames, abwechslungsreiches und zum Lachen bringendes Programm. Das Bemerkenswerte an den Vorträgen ist, dass sie von den Plattspreekers selbst geschrieben wurden. Sie beinhalten wahre Begebenheiten aus dem Leben und sind auch mit viel Witz und politischer Satire gespickt. Und das alles in der Plattdeutschen Mundart.

Wenn auch nicht alle Zuhörer das Plattdeutsch beherrschen, so haben sie aber dennoch vieles von den Pointen mitbekommen und nicht nur aus Höflichkeit mitgelacht.

So über die Geschichten von der Heilkraft des "Osterwaters", dem "Schaulesel" oder "De Kintoppbesuch", vorgetragen von Margit und Karin. Oder der Auftritt des Duos Doris und Sigrid in der entsprechenden Bekleidung bei ihren Sketschen "De Pannekauken" und "Klatsch un Traatsch". Verkleidet als "Schwester Agnes" oder "Schüchter" (Strohpuppe) setzte sich Hannelore mit Ironie, Spott und Witz mit zahlreichen Veröffentlichungen über bestimmte Persönlichkeiten der Politik und Kultur auseinander, wobei sie besonders die neue Gesundheitsreform anprangerte und auch der neuen Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde eine schwere Geburt nachsagte und ihr alles Gute wünschte.

Am Ende ihres Programms wurde den Plattspreekern mit viel Beifall gedankt und jeder Frau als sichtbaren Ausdruck eine schöne Rose überreicht. Abschließend ist zu sagen, dass die Veranstaltung allen Zuhörern gefallen hat und sie es nicht bereuen, an dieser besonderen Art einer Buchlesung teilgenommen zu haben. Wir wünschen dem Verein viel Gutes für die Zukunft bei der Pflege der Plattdeutschen Mundart, damit er den Zuhörern noch viele frohe Stunden bereiten kann.

Gerhard Ihlau

Wanzleben