In vielen Ortsteilen der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben - Börde gab es am Wochenende ein Maifest. Unter anderem in Dreileben, wo das Aufstellen des Maibaumes Premiere feierte. Dort gab es solche Tradition seit Jahrzehnten nicht mehr. Der im vergangenen Jahr gegründete Kultur- und Heimatverein hat es möglich gemacht. In Seehausen wurde bei der Maifeier der Kulturpreis an Hobbyfotografin Susanne Weisel vergeben.

Seehausen/ Dreileben. Rund hundert Gäste und Mitwirkende haben am Sonnabendabend in Dreileben die Premiere des Maibaumaufstellens vor dem ehemaligen Feuerwehrgerätehaus verfolgt. Dabei spielte der Spielmannszug aus Druxberge auf. Zuvor war ein Fackelumzug, der von Ortsbürgermeister Gero Herbst, Ortswehrleiter Mario Finke und dem Vorsitzenden des Kultur- und Heimatvereins Dr. Daniel Scheibe angeführt wurde. Der Verein war erst im November vergangenen Jahres gegründet worden, um Feste wie dieses zu organisieren und zu koordinieren. Der Arbeit der ehrenamtlichen Mitglieder ist es zu verdanken, dass nun auch in Dreileben wieder ein Maibaum aufgestellt werden konnte. Die Frauen des Vereins hatten aus Lebensbaumzweigen einen XXL-Kranz geflochten. Dieser hatte am Ende ein Gewicht von rund 30 Kilogramm. Er wurde an einem sechs Meter hohen Pfahl aus Lärchenholz angebracht und soll nun bis Ende Mai vor dem ehemaligen Feuerwehrgeräte-haus stehen bleiben. Ortsbürgermeister Gero Herbst: "Ich freue mich sehr darüber, dass die Tradition des Maifestes in unserem Ort wieder auflebt". Er zitierte dazu aus einem Gedicht folgenden Spruch: "Ein echtes Bördedorf muss einen Maibaum haben." Der Spielmannszug Druxberge spielte abermals auf und nach der Zeremonie trafen sich die Bewohner zum Tanz in den Mai am Brauchtumsfeuer.

Die Seehäuser feierten gestern ihr Maifest auf dem Marktplatz. Die Kinder der Grundschule "Ernst Sonntag" leiteten hier die Zeremonie mit einem Bändertanz und einem Flötenspiel ein.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr stellten anschließend den Maibaum auf dem Marktplatz vor dem Schneiderturm auf. Umrahmt wurde dieser Festakt musikalisch von den Allertaler Blasmusikanten.

Einer der Höhepunkte des Maifestes in Seehausen war die Vergabe des diesjährigen Kulturpreises. Wer ihn erhält, darüber hat seit 14 Jahren der Seehäuser Rat zu entscheiden.

Ortsbürgermeister Eckhard Jockisch und die Trägerin des Wanderpokals 2010, Simone Diefert, nahmen die Ehrung für die Preisträgerin 2011 vor. Sie hielt auch die Laudatio für die Zahnarzthelferin Susanne Weisel. Die Seehäuserin hat durch ihre Fotoarbeiten bereits mehrfach in besonderer Weise für den Ort Seehausen die Werbetrommel gerührt, unter anderem mit einer Foto-CD zur 1040-Jahrfeier sowie im Jahre 2008 mit einem Bildband anlässlich des lokalen Doppeljubiläums "150 Jahre Industriestandort Seehausen und 15 Jahre Nußbaum". Dabei seien auch die beiden Foto-Heimatkalender mit Aufnahmen aus Seehausen und Umgebung hervorzuheben, die vom Heimatverein verlegt worden waren und deren Erlöse jeweils einem guten Zweck zugute kamen. Für dieses ehrenamtliche Engagement erhielt Susanne Weisel den "Kulturpreis 2011" in Form eines Wanderpokals. Simone Diefert nahm dafür einen Pokal aus Glas entgegen.

   

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