In die Oschersleber Stadtsanierung sind seit 1991 bis zum 31. Dezember des vergangenen Jahres 22,4 Millionen Euro geflossen. Ursula Klein von der Firma BauBeCon Magdeburg, dem Sanierungsträger in Oschersleben, rechnet damit, dass die Sanierungssatzung in der Bodestadt frühestens 2014 aufgehoben wird. Bis dahin ist ein Großteil der Altstadt saniert.

Oschersleben. "Unser Ziel ist es, nachhaltig zu sanieren, was uns in Oschersleben gelungen ist", schätzt Ursula Klein ein. Die Diplom-Bauingenieurin ist in der Bodestadt für die BauBeCon Sanierungsträger GmbH Magdeburg tätig. Der Firma, die zusammen mit der Stadt und privaten Hausbesitzern seit 1991 die Stadtsanierung umsetzt.

In diese Stadtsanierung sind seitdem bis zum 31. Dezember des vergangenen Jahres 22,4 Millionen Euro geflossen. Die Summe setzt sich aus Fördermitteln des Bundes, des Landes Sachsen-Anhalt sowie Geld aus dem Haushalt der Stadt Oschersleben zu je einem Drittel zusammen.

Im öffentlichen Raum hat die Stadtsanierung seit 1991 deutliche Spuren hinterlassen. Wie Ursula Klein auflistet, sind damit unter anderem der Hackelberg, die Fußgängerzone, das Alte Dorf, die Hornhäuser Straße, der Bereich um das Rathaus sowie die Gartenstraße saniert worden. Hinzu kommen erhebliche Summen an Geld, das die privaten Eigentümer in die Sanierung ihrer Häuser investiert haben.

Wenn in Oschersleben die Sanierungssatzung frühestens 2014 aufgehoben wird, müssen die Nutznießer der Fördermittel damit beginnen, Geld an Land und Bund abzuführen. Die Stadt Oschersleben und die BauBeCon hatten 2007 damit begonnen, privaten Eigentümern die Möglichkeit einzuräumen, das Geld früher mit einem Abschlag als Anreiz abzulösen. 586000 Euro seien nach den Worten Ursula Kleins zusammengekommen. Geld, das Oschersleben wiederum in Projekte der Stadtsanierung investieren konnte. Auch jetzt noch räumt die Stadt privaten Hausbesitzern, die im Sanierungsgebiet ihre Gebäude modernisiert haben, die Chance ein, eine vorzeitige Ablösevereinbarung über die Fördermittel mit einem Abschlag von fünf Prozent abzuschließen.

In der letzten Phase der Stadtsanierung will sich Oschersleben zusammen mit dem Landkreis auf die Sanierung der Puschkin-Grundschule konzentrieren. An den Gesamtkosten von 1,12 Millionen Euro hat die Stadt einen Anteil von 1,03 Millionen Euro zu tragen. Die Sanierung soll 2012 beginnen, der größte Teil des Bauvorhabens wird 2013 umgesetzt.

Zudem setzt Oschersleben Restmittel um, die aus vorangegangenen Programmjahren der Stadtsanierung stammen. Dadurch sollen Gehwege in der Lindenstraße, Puschkinstraße, Magdeburger Straße und der Kornstraße saniert werden. Ebenso stehen die Instandsetzung des Gehweges, des Regenwasserkanals und der Straßenbeleuchtung in der Hornhäuser Straße im Zuge der Bundesstraße 246 auf der Agenda der Stadtsanierung. "Das kommt nur zum Tragen, wenn sich das Land endgültig entschließt, die Bundesstraße auszubauen", verdeutlicht Ursula Klein. Trifft das nicht zu, will die Stadt als Alternative die Triftstraße ausbauen.

Ihre festen Sprechzeiten hat Ursula Klein von Mai an in Oschersleben eingestellt. Wer jetzt bei der BauBeCon zu Fragen der Stadtsanierung Rat sucht, kann über die Telefonnummer (0391)4082290 im Magdeburger Büro oder über die Planungsabteilung der Stadtverwaltung Oschersleben Termine vereinbaren. "Es ist toll, was sich im Sanierungsgebiet Oschersleben in den vergangenen Jahren entwickelt hat und auch, dass die Bürger die sanierten Stadtteile so gut annehmen", zieht die Bauingenieurin eine positive Bilanz ihrer Arbeit in der Bodestadt.