Die Grundschule Altenweddingen hat seit gut einem Jahr einen sehr rührigen Förderverein, der sich auch um die Belange der Kindertagesstätte und des Hortes kümmert. In allen Einrichtungen geht es beengt zu. Noch immer ist ungewiss, was aus der leer stehenden Sekundarschule wird, die unmittelbar an das Areal von Kita, Hort und Grundschule grenzt.

Altenweddingen Der Vorstand des Fördervereins hat sich einen "Kopf gemacht", wie mit geringen finanziellen Mitteln Platzprobleme aber auch andere Sorgenkinder in Angriff genommen werden könnten. Ein Konzept wurde erarbeitet und dem Bürgermeister und dem Vorsitzenden des Gemeinderates, Jörg Methner, zur Verfügung gestellt. Auch mit der Bitte, dass sich die Gremien des Rates eingehend mit dem Konzept beschäftigen sollten.

In den Bereich der Kita fällt die Forderung, eine Fluchttreppe zum Obergeschoss zu schaffen. Der Einbau der Fluchttreppe ist für eine weitere Nutzung des Raumes für die "Bärengruppe" zwingend erforderlich. Zudem müsste die Bestuhlung in allen Gruppen erneuert werden. Das könnte in vier bis fünf Jahresscheiben geschehen.

Im Hort wäre es notwendig, neues Geschirr für das Mittagessen anzuschaffen, das Plastegeschirr gegen anderes einzutauschen. "Bei dem bislang Genannten handelt es sich um laufende Beschaffungen, die nun einmal der regelmäßigen Erneuerung bedürfen. Eine Verschiebung in die Folgejahre wäre unzumutbar", betont der Förderverein und macht zugleich darauf aufmerksam, dass die Grundschule künftig 20 Schüler mehr haben und damit mehr Platz im Hort gebraucht wird. Deshalb hat der Förderverein eine Besichtigung des alten Sekundarschulgebäudes vorgenommen. Der Zustand der Räume wurde als überraschend gut eingeschätzt. Um den zusätzlichen Platz für den Hort zu schaffen, schlägt der Förderverein vor, das alte Schulgebäude teilweise wieder in Betrieb zu nehmen.

Der Hort braucht mehr Platz

Das Gebäude besitzt neue Feuerschutztüren, die eine Teilnutzung des Gebäudes ohne aufwendige Absperrmaßnahmen ermöglichen. Speiseraum und Werkraum der Schule werden aus dem jetzigen Hortgebäude in die alte Sekundarschule verlegt. Damit hätte der Hort die zusätzlich benötigten 20 Plätze. Und nicht nur das. Zusätzliche kleinere Räume würden die Erledigung der Hausaufgaben erleichtern. Derzeit gibt es in dieser Hinsicht einige Klagen von Eltern über die Qualität der erledigten Hausaufgaben, und so manches Kind muss diese abends noch einmal erledigen.

Speiseraum und Werkraum könnten in der alten Sekundarschule großzügiger und heller gestaltet werden. "Wir als Förderverein haben uns das Ziel gesetzt, bei den Eltern und Einwohnern Altenweddingens dafür zu werben, dass die Malerarbeiten in Eigenleistung erbracht werden. Die von uns vorgesehene Nutzung des alten Sekundarschulgebäudes würde nach unseren Schätzungen eine Investition von 100 000 Euro plus 17 000 Euro Inventar bedeuten", so die Vorstandsmitglieder Jens-Uwe Rosse und Bernd Obermeier. Um den Gebäudebestand langfristig zu sichern, sollten zudem alle Fenster ausgewechselt werden. Hierfür wären zusätzliche 75 000 Euro erforderlich.

Ziel sollte es sein, dass mit Schuljahresbeginn 2011/2012 die zusätzlichen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. "Wir bitten Sie, unseren Antrag zu unterstützen, die Gelder in den Haushaltsplan einzustellen und die notwendigen Maßnehmen kurzfristig zu veranlassen", heißt es weiter im Brief an Gemeinderat und Bürgermeister.

Bislang gab es keinerlei Reaktion auf die Vorschläge des Fördervereins, wie erst jetzt während einer Vorstandssitzung festgestellt wurde. Die Schreiben sind am 11. April abgeschickt oder übergeben worden.