Mit der Ausstellung "Faszination der Farben" gibt der Harbker Freizeitmaler Michael Koch in der Kleinen Galerie Druxberge einen umfassenden Einblick in sein künstlerisches Schaffen. Es ist seine erste größere Exposition überhaupt, bei der er einen Großteil seiner Bilder präsentiert.

Druxberge. Lange hatte Beate Schmidt, Vorsitzende des Druxbeger Kunst- und Kulturvereins "Kleine Galerie", gegrübelt, welches Gedicht sie anlässlich der zweiten Vernissage des Jahres verlesen sollte. Die Wahl fiel dann doch nicht auf Erich Kästner, denn am Abend vor der Eröffnung traf sie die Eingebung beim Betrachten eines der Bilder von Michael Koch. Es zeigt die Harbker Levinskirche am Schlosspark mit dem altehrwürdigen Ginkgobaum. "Was lag da also näher, als das berühmte Gedicht ,Ginkgo biloba\' von Goethe?", so Beate Schmidt, die sich besonders darüber freute, dass der 52-jährige Koch "den Mut gefasst hat, der immer auch dazu gehört, seine Bilder zu präsentieren".

Auch der Künstler selbst war froh über diesen Schritt: "Es ist doch sehr schön, wenn man seine Kunst mal in der Öffentlichkeit zeigen und andere daran teilhaben lassen kann."

Die Ausstellung, zu sehen noch bis 29. Mai immer sonnabends und sonntags von 15 bis 17 Uhr oder nach Absprache unter (039 293) 50 516, ist auch Gradmesser und Spiegel für die künstlerische Entwicklung Kochs. Denn vertreten sind auch die autodidaktischen frühesten Versuche, darunter sein Erstlingswerk von 1988. Koch trainierte die Kunst im Laufe der Jahre, besuchte Volkshochschulkurse und übte sich an den Großen Meistern - so wuchs die Malerei als Hobby, entwickelte sich mit ihm weiter. In seinem Heimatort hat Koch, den man auch als Büttenredner "Harbker Till" zur Karnevalszeit kennt, einen kleinen Kunstkreis gegründet, gibt seine Kenntnisse dabei gern an Gleichgesinnte weiter.

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