Oschersleben. So böse sieht sie doch gar nicht aus, die Zauberin der Nacht. Doch als sie die Sonne stiehlt und somit Ameise, Biene, Schnecke sowie all die anderen kleinen Wiesenbewohner im Dunkeln zurücklässt, da ist der Ärger berechtigt groß. Gemeinsam nun gehen die kleinen Tiere ans Werk, sich das für sie so lebensnotwendige Licht zurückzuholen. Wobei ihnen dabei vor allem das Glühwürmchen "Mercy" gute Dienste erweist, das sie noch kurz zuvor wegen seines sonderbaren Aussehens nicht mitspielen lassen, es also ausgrenzen. Aber "Mercy" ist nicht nachtragend und gemeinsam werden sie stark. Die Freundschaft siegt über das Böse.

Das ist eine Kurzfassung des Musicals, das gestern Vormittag im katholischen Vereinshaus in Oschersleben über die Bühne gegangen ist. Aufgeführt von zwei Dutzend Mädchen und Jungen aus der Kreismusikschule Oschersleben. Und ihre Zuschauer, also Kindergartenkinder aus Eilsleben, Hamersleben, Völpke, Wackersleben, Sommersdorf und Barneberg sowie Schüler aus Wefensleben und Hadmersleben, die waren allesamt begeistert.

"Zauberhaftes auf der Sommersonnenwiese" haben Kathrin Aster und Kerstin Radke dieses Musical genannt, das die beiden Musikschullehrerinnen selbst geschrieben und seit September vergangenen Jahres mit den Mädchen und Jungen einstudiert haben. Unterstützt werden sie unter anderem von ihrer Kollegin Heidrun Pfeiffer, die mit einem kleinen Orchester für die Musik sorgt, und von ihrem Kollegen Bernd Hohmann, der für die Technik zuständig ist.

Und wie bei der Uraufführung am Sonnabendnachmittag hat auch bei der gestrigen Vorstellung alles geklappt. So dass sich schon heute die Grundschüler freuen können, die am morgigen Mittwoch zur dritten und vorerst letzten Aufführung in das katholische Vereinshaus gehen.

Wo sie dann nicht nur Ameise, Schnecke, Glühwürmchen oder auch Tausendfüßler auf der Bühne sehen werden. Sehen werden sie dann auch "Holla" alias Kathrin Aster und "Elfinchen" alias Pauline Wohler. Diese beiden Waldfeen führen sozusagen durch das Programm. Sorgen zudem für zusätzliche Informationen und dafür, dass es keine Umbau- und Umkleidepausen gibt.

Am Ende sind nicht nur die Zuschauer, sondern ist auch Hartmut Sievert begeistert. Der Musikschulleiter lobt nicht nur seine Schüler und Kollegen für "das tolle Musical", sondern auch die Eltern, die das Projekt unterstützt haben.

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