Die Hamersleber Feuerwehrleute beklagen den Zustand ihres Gerätehauses, an dem unter anderem der Putz von den Wänden fällt und in dem sich immer mehr Schimmel bildet. Die Brandbekämpfer sind verärgert, dass sich daran vor 2015 nichts ändern soll.

Hamersleben. "Im Winter müssen die vier 2000-Watt-Heizkörper rund um die Uhr an sein, damit uns das Löschwasser nicht einfriert", sagt Roland Hespe. Der Gerätewart ist mächtig verärgert, dass das Dach und die Wände des Gerätehauses der Hamersleber Feuerwehr immer noch keine Wärmedämmung haben. "Und das sind die Folgen", sagt Hespe und präsentiert Schimmelecken im Umkleideraum, Risse in den Wänden der Fahrzeughalle oder auch große Flächen an der Fassade, von denen der Putz bereits abgefallen ist.

"Das ist doch kein Zustand", ärgert sich auch Jörg Zappe, der Sicherheitsbeauftragte der Hamersleber Feuerwehr. "Wir müssen unsere Fahrzeuge und Geräte schon abdecken, damit sie vom herunterfallenden Putz nicht beschädigt werden."

Zumal es sich um recht neue Fahrzeuge handelt. "Wir haben 2008 den Mannschaftswagen und ein Jahr später das Tragkraftspritzenfahrzeug bekommen. Das ist hervorragende Technik, die aber absolut nicht ordnungsgemäß untergebracht ist", sagt Roland Hespe, der an mehrere Begehungen erinnert, bei denen sich die verantwortlichen Leute der Verwaltung das Gerätehaus angesehen, die Hamersleber aber immer wieder aufgrund fehlenden Geldes vertröstet hätten.

"Es ist lediglich ein großer Vorhang für das Tor angeschafft worden. Doch stört der mehr als er hilft. Denn er ist zu kurz und ist uns im Weg, wenn wir zum Einsatz gerufen werden", sagt Roland Hespe, der sich auch daran erinnert, dass Mitte der 90er Jahre die bisher letzten Sanierungsarbeiten erfolgt sind, als der Turm neu geputzt und die Fassade gestrichen worden ist.

Und dass sich im Gerätehaus heute zumindest der Schulungsraum und die Sanitäranlagen in einem vernünftigen Zustand befinden, "ist der Eigeninitiative der Wehr zu verdanken", wie Jörg Zappe sagt und unterstreicht, dass sich dabei vor allem der Gerätewart sehr engagiert habe: "So haben wir wenigstens gute Bedingungen für unsere Dienstabende und Schulungen." Denn die gut 20 aktiven Hamersleber Feuerwehrleute seien sich ihrer Aufgabe bewusst und würden sich ständig weiterbilden, um einsatzbereit zu sein, wenn sie gebraucht werden, wie Zappe sagt: "Aber um sehr gut einsatzbereit zu sein, müssen auch die äußeren Bedingungen stimmen, wozu ein vernünftiges Gerätehaus gehört."

Bisher hätten sich die Hamersleber Feuerwehrleute immer vertrösten lassen und seien ruhig geblieben. Doch da die jüngste Entscheidung, das neue Feuerwehrfahrzeug der Verbandsgemeinde nicht in Hamersleben, sondern in Wulferstedt zu stationieren, zur Folge habe, dass das Hamersleber Gerätehaus nicht vor 2015 saniert werde, "haben wir uns entschieden, die Öffentlichkeit auf die Zustände in unserem Gerätehaus aufmerksam zu machen", so der Gerätewart Roland Hespe und der Sicherheitsbeauftragte Jörg Zappe.

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