Auf den Fahrplan für die Fertigstellung der Außenanlagen an der Rottmersleber Kita hat sich am Montagabend der Bauausschuss der Hohen Börde verständigt. Für 30000 Euro sollen die Zuwegungen an der Ellipse (Mehrzweckraum) sowie die Grünanlagen gestaltet werden. Außerdem sollen kurzfristig Kosten für Lösungen des Toilettenproblems ermittelt werden.

Rottmersleben. Volker Seidl, der Architekt des Kita-Komplexes, hatte dem Bauausschuss während eines Vor-Ort-Termins in Rottmersleben eine abgespeckte Variante für die Gestaltung der Außenanlagen vorgelegt. Dabei wurde auf den platzartigen Charakter und die Barrierefreiheit verzichtet sowie die Wege schmaler angelegt. Diese Variante kostet statt der ursprünglich veranschlagten 89000 nur 30000 Euro.

Zuvor hatten Rottmerslebens Ortsbürgermeister Hans-Eike Weitz und die Elternvertreterinnen Daniela Knöfel und Elke Pasemann auf die Notwendigkeit der Anbindung des Kita-Komplexes (mit Ellipse) an die Grundschule verwiesen. Denn: Da der ursprünglich zum Gesamtkomplex gehörende Hort (siehe Skizze) noch nicht gebaut und nicht finanziert ist, gibt es ab dem neuen Schuljahr ein Problem in Rottmersleben. Die Zahl der Grundschüler steigt, zwei ersten Klassen müssen gebildet werden. Damit werden für die nächsten vier Jahre insgesamt fünf Klassen in Rottmersleben lernen. Dadurch wird in der Grundschule vier Jahre lang ein Klassenraum mehr benötigt. Der wiederum verdrängt einen Hortraum aus der Grundschule. Deshalb soll eine Ausnahmegenehmigung für 80 Hortkinder bei den zuständigen Aufsichtsbehörden beantragt werden.

Ausnahmeantrag für die Hortbetreuung

Derzeit gibt es 56 Hortkinder, für das nächste Schuljahr sind 77 Hortkinder angemeldet. Laut der beantragten Ausnahmegenehmigung soll ein Teil der Hortkinder in der Ellipse und in einem zweiten Raum im Zwischentrakt der Kita betreut werden. Doch für diese Hortkinder fehlen normgerechte Toiletten im Kita-Komplex. Sie müssten die Toiletten in der Grundschule nutzen, dafür rings um das Schulgebäude laufen und wären so zeitweise außer Sichtweite der Erzieherinnen.

Oder sie nutzen die Toiletten einer Gruppe der Kita, diese müssten allerdings teuer umgebaut werden. Ein weitere Möglichkeit wäre, zusätzliche Toiletten an der Ellipse zu bauen. Oder: Es wird ein überdachter Verbindungstrakt von der Ellipse in das nur wenige Meter entfernte Hort- und Schulgebäude gebaut.

Die Elternvertreter wandten sich am Montag gegen den Umbau eines Kita-Sanitärtraktes, sie befürchten zu viel Unruhe durch die größeren Schulkinder im Kindergartenbereich. Sie halten einen Verbindungsgang für die beste Variante, die aber wohl auch die teuerste sein dürfte.

Kosten für zwei Varianten ermitteln

Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel sprach sich für neue Toiletten an der Ellipse aus. Bürgermeister Hans-Eike Weitz hofft hingegen auf eine Lösung des Gesamtkonzeptes und einen baldigen Bau des Hortes. Deshalb hält er den Bau eines massiven Verbindungstraktes zwischen Ellipse und Grundschule/Hort für die einzig mögliche Variante, "die am besten für die Hort- und die Kindergartenkinder ist". Außerdem werde Weitz zufolge kein Geld für zusätzliche Umbauten oder neue Toiletten an der Ellipse verpulvert. Der geplante Hort enthalte bereits Toiletten - für Kinder und Erwachsene, betonte Weitz

Der Bauausschuss empfahl folgende Schritte: Bau der vom Architekten vorgelegten Sparvariante für die Zuwegung für geschätzte 30000 Euro. Außerdem beauftragte der Ausschuss Bauamtsleiter Rüdiger Schmidt, so schnell wie möglich die Kosten für zwei Alternativen zur Lösung der Sanitärfrage zu ermitteln: erstens für den Bau eines Verbindungstraktes zwischen Ellipse und Schule, und zweitens für den Anbau eines Sanitärtraktes an die Ellipse.

Bilder