Immekath. Schüler aus zwei neunten Klassen der Klötzer Zinnbergschule verlegten ihren Unterricht am Dienstag einmal nach Immekath. Der dortige Backwarenhersteller Fricopan hatte zum ersten Ausbildungstag in neuer Form eingeladen. Zu Beginn informierte Andreas Höppner die Schüler über das Unternehmen.

Die Jugendlichen erfuhren, dass weit über 100 Lkw das Unternehmen beliefern und Produkte abholen. "Das bringt auch Arbeitsplätze", erläuterte Höppner. Rund 550 Beschäftigte stünden in Immekath in Lohn und Brot, 700 seien es weltweit. Und er nannte weitere Fakten: "Mehr als 100000 Tonnen Produkte verlassen jährlich das Werk. "Wir verfügen hier über Stellplätze für 20000 Tiefkühlpaletten." In Immekath wird Teig gebacken, gegart, gebacken und verpackt. Brötchen, Baguettes und anderes wird damit hergestellt.

"Wir wollen zeigen, dass wir nicht mehr das schlechte Unternehmen mit den Billiglöhnen und schlechten Arbeitsbedingungen sind", begründete Andreas Höppner den Ausbildungstag. Zudem soll die Belegschaft ständig verjüngt werden. Deshalb wird für Azubis im Unternehmen eine Übernahmegarantie für mindestens ein Jahr.

Derzeit absolvieren 27 Azubis dort ihre Ausbildung, 9 weitere sollen in diesem Jahr ihre Lehre beginnen. Ausgebildet werden Mechatroniker, die sich speziell mit der Steuerungstechnik befassen (3,5 Jahre). Die gleiche Ausbildungszeit gilt für Industriemechaniker. Ausgebildet werden auch Bürokaufleute, Informatikkaufleute sowie Lebensmitteltechniker. Immer mehr benötigt werden Maschinen- und Anlagenfahrer, die eine zweijährige Ausbildung absolvieren. Voraussetzung ist ein qualifizierter Hauptschulabschluss. Andreas Höppner: "Entscheidend für die Ausbildung sind aber nicht nur die Zensuren." Wer Interesse habe, könne sich für Praktika und Probearbeitstage anmelden, um zusehen, ob der Job der richtige sei.

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