Hohendodeleben (skr). Das fanden auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr putzig, als sie Donnerstagabend im Zuge ihrer Vorbereitungsarbeiten auf das Jubiläum zum 130-jährigen Bestehen der Hohendodeleber Feuerwehr am Bäckerteich, der nahe des Gerätehauses liegt, einen Biber entdeckten, der hier in aller Ruhe und Gelassenheit seinen Bart putzte.

Sascha Schmidt, Vorsitzender des Feuerwehrfördervereins, gelang es, mit dem Fotoapparat dieses seltene Schauspiel mitten im Ortskern von Hohendodeleben im Bild festzuhalten. Kurze Zeit später verschwand der putzige Nager und ward von den Kameraden seither nimmer gesehen. An diesem "Biber"-Teich soll im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten am Freitag, 27. Mai, übrigens um 19 Uhr erstmals zum Teichglühen eingeladen werden. Hierfür basteln die Grundschüler des Ortes bereits kleine Boote, um jede Menge Teelichter zu Wasser lassen zu können. Und wer weiß, vielleicht hat bis dahin der Biber sich hier auch schon eine eigene Biber-Burg gebaut.

Der Biber ist nach seiner Wiederansiedlung in Sachsen-Anhalt weit verbreitet und die Populationen sind inzwischen so gut, dass sich der Biber inzwischen von der Elbe aus auch auf andere Gewässer ausbreitet. Die Reviere sind teilweise sogar im Raum Magdeburg bereits "übervölkert", stellten Tierschützer fest. Möglicherweise fand so auch dieser Biber seinen Weg in den Bäckerteich. In den letzten Jahren waren sogar schon einige Tiere eingefangen und in andere Gewässer Europas "exportiert" worden.

Der Elbebiber besiedelt insbesondere fließende, aber auch stehende Gewässer. Deutschlandweit wird der Bestand auf rund 6000 Exemplare geschätzt.