Mit dem Neujahrsempfang ist die CDU im Sülzetal immer etwas spät dran. Weil aber alle anderen Neujahrsempfänge längst Geschichte sind, gelingt es den Sülzetalern stets, sich besondere Gäste ins Haus zu holen. Am Montagabend war es immerhin Ministerpräsident Wolfgang Böhmer.

Dodendorf. Zum inzwischen dritten Mal war das Fliesen-Zentrum in Dodendorf Gastgeber des Neujahrsempfanges des CDU-Ortsverbandes Sülzetal. Vorsitzender und Landtagskandidat Kay Barthel sowie Hausherr Guido Heuer freuten sich, neben Ministerpräsident Böhmer zahlreiche weitere prominente Gäste zum Neujahrsempfang begrüßen zu können: Deutschlands dienstältesten Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre, Sachsen-Anhalts dienstältesten Landrat Thomas Webel, Sülzetal-Bürgermeister Erich Wasserthal, Landtagsabgeordnete, eine Delegation aus Ghana mit dem Verkehrsminister Samuel Ofosu-Ampofo sowie zahlreiche Vertreter von Firmen rund um das Sülzetal sowie Ortsbürgermeister, Gemeinde- und Ortschaftsräte. Der Neujahrsempfang der CDU machte mehr als deutlich: Der Wahlkampf ist auch im Sülzetal angekommen.

"Auch wenn wir heute zum Neujahrsempfang schon den 21. Februar schreiben, vor uns liegt in jedem Fall ein ereignisreicher Monat bis zu den Landtagswahlen", meinte Thomas Webel, CDU-Landesvorsitzender. "Vier Wochen vor der Landtagswahl ist es an der Zeit, die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen. In unserem Bundesland Sachsen-Anhalt ist es seit 2002 merklich vorangegangen. Ob im Bereich Arbeitslosigkeit, Infrastruktur oder Wirtschaft sind wichtige Schritte in Richtung Angleichung der Wirtschaftskraft zwischen alten und neuen Bundesländer erfolgt. Jedoch bleibt in den kommenden Jahren noch viel zu tun. Besonders im Bereich der Finanzen muss es das Ziel sein, Sachsen-Anhalt unabhängig von Transferleistungen aus dem Länderfinanzausgleich und den Standort Mitteldeutschland noch attraktiver für Unternehmer und qualifizierte Arbeitnehmer zu machen. Hier sei stellvertretend für viele andere Probleme die Steuerrefom genannt."

"Es kann nicht sein, dass nur ein Bruchteil von Gehaltserhöhungen beim Arbeitnehmer ankommt", meinte der Leiter des Fliesen-Zentrums, Guido Heuer, in seinem Grußwort.

Ministerpräsident Wolfgang Böhmer hielt mit Blick auf die Landtagswahlen und das Ende der Legislaturperiode Rückschau und Ausblick. Vorbei sei für ihn die Zeit, da man in anderen Bundesländern mitleidsvoll auf Sachsen-Anhalt als ein Land voller Probleme schaute. Die rote Laterne habe das Land abgegeben, die Arbeitslosigkeit konnte halbiert werden. Zahlreiche Investitionen im Land haben die Voraussetzungen geschaffen, Sachsen-Anhalt in eine bessere Zukunft zu führen. Hier sei man auf dem richtigen Weg und doch werden noch etliche Jahre vergehen, ehe in Sachen Länderfinanzausgleich aus dem Nehmer- ein Geberland werde. Wichtig sei es, Arbeitsplätze in der Werte schaffenden Wirtschaft zu schaffen. Arbeitsplätze, die es den Menschen ermöglichen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, es frei zu gestalten. Die nächste Landesregierung sollte nicht nur in dieser Hinsicht die gleichen Akzente setzen wie die bisherige. In seinen weiteren Worten ging Böhmer unter anderem auch auf die Bildungspolitik und Finanzprobleme der Kommunen ein. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Wir sind in der letzten Legislaturperiode gut vorankommen. Nun wollen wir das Land weiter aufbauen", setzte Böhmer den Schlusspunkt.

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