Mit einer weiteren Ausstellung in der DRK-Begegnungsstätte glänzen dieser Tage die Wormsdorfer "Zeitenspringer". Die Projektgruppe aus Kindern und Jugendlichen hat sich eingehend mit der Geschichte ihres Heimatortes beschäftigt. Die interessanten Ergebnisse sind noch bis morgen zu sehen.

Wormsdorf. Die "Zeitenspringer" sind eine Gruppe von Wormsdorfer Kindern und Jugendlichen, die sich unter dem Dach der DRK-Begegnungsstätte während der vergangenen Monate an dem Projekt "Zeitensprünge" beteiligt hatte, initiiert und gefördert von der Stiftung Demokratische Jugend. "Innerhalb dieser Programme können sich junge Menschen mit den historischen Ereignissen ihrer unmittelbaren Umgebung auseinandersetzen und dabei ein Gespür für ihre Heimat entwickeln. Ihnen wird somit die Möglichkeit eröffnet, Geschichte konkret und real für sich selbst und andere erfahrbar zu machen", heißt es in der Projektbeschreibung.

Die Gruppe um Leiterin Tina Blume setzte die Aufgabe unter dem Motto "Wormsdorfer Geschichten" um. "Wir haben mit dem Bereich der Sagen und Erzählungen angefangen, um einen Einstieg in die Thematik zu finden und Spannung aufzubauen", erklärt Tina Blume. Über Internetrecherche oder Befragungen von Familienmitgliedern und älteren Bürgern spürte man den wahren und fiktiven Geschichten um Räuberhauptmann Rose, die verbannte Prinzessin, Feldmarschall von Gneisenau oder auch dem Wefensleber Feuerreiter (siehe Infokasten) nach.

In einem nächsten Schritt wurden Plätze und Gebäude in Wormsdorf in Augenschein genommen, um der Frage nachzugehen: Wie haben sich diese verändert? "Wir haben dann immer wieder versucht, alt und neu gegenüber zu stellen, was auch auf den Schautafeln zum Ausdruck kommt", so Blume. Auch das gesellschaftliche und infrastrukturelle Leben der Gemeinde nebst dem Wandel dessen wurde näher beleuchtet. Verschiedenste Materialien und Dokumente wurden von den Zeitenspringern zusammengetragen. Eine wichtige Rolle spielten dabei immer wieder auch Zeitzeugen. Ein Höhepunkt im gesamten Projekt war der Besuch von Schloss Sanssouci im vorigen Jahr, wo die Gruppe auf den Spuren des historisch relevanten Wormsdorfer Sandsteins wandelte. "Die Jungen und Mädchen waren doch ziemlich begeistert und sehr interessiert bei der Sache", freut sich Tina Blume über die gelungenen Geschichtsausflüge.

In der aktuellen Ausstellung fügen sich gesammeltes Schriftmaterial, Zeichnungen, Fotos und die Erfahrungen aus gut zwei Jahren Projektarbeit zu einem informativen Bild zusammen. Das Resultat kann noch heute und am morgigen Freitag betrachtet werden, geöffnet ist jeweils von 14 bis 18 Uhr, der Eintritt frei. Tina Blume würde weitere Besucherresonanz sehr begrüßen: "Gern dürfen Wormsdorfer oder Interessenten aus der Umgebung mal auf einen ,Zeitensprung‘ bei uns vorbeischauen!"

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