Schon seit einigen Monaten ist in Hadmersleben ein Fest–komitee sehr aktiv. Gemeinsam haben die Männer und Frauen, Vertreter der verschiedenen Vereine und interessierte Bürger, am Festprogramm zur 1050-Jahrfeier des Ortes gestrickt. In groben Zügen ist das Programm fertig.

Hadmersleben. Mit dem altehrwürdigen Kloster und seiner ersten Erwähnung begann für Hadmersleben vor 1050 Jahren eine wechselvolle Geschichte. Für viele Hadmersleber sitzt der Stachel der Zwangseingemeindung tief, dass ausgerechnet nur wenige Monate vor der 1050-Jahrfeier die Zwangseingemeindung erfolgte und damit verbunden das Jahrhunderte währende Stadtrecht veloren ging.

Doch davon ließ sich das Festkomitee nicht leiten. Mit viel Engagement und guten Ideen wurde in den vergangenen Wochen und Monaten ein buntes Programm für eine Festwoche auf die Beine gestellt. Noch sind die Vorbereitungen nicht abgeschlossen. Das Festkomitee trifft sich am 30. März erneut.

Das Volks- und Vereinsfest, die 1050-Jahrfeier in Hadmersleben, wird vom 25. Juni bis zum 3. Juli gefeiert. Der erste Festtag gehört der Grundschule. Sie wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Dieses Ereignis wird mit einem Tag der offenen Tür und einem Festprogramm gefeiert. Das Programm für Groß und Klein endet gegen 13 Uhr. Doch danach wartet auf die Hadmersleber und Gäste schon der nächste Höhepunkt. Vor dem historischen Rathaus und der Heimatstube beginnt ein buntes Markttreiben. In der Heimatstube selbst wird an diesem Tag eine Sonderausstellung zur Stadtgeschichte von Hadmersleben eröffnet. An der Gestaltung arbeitet die Leiterin der Heimatstube, Eva Oschim, bereits seit einigen Wochen.

Schon am nächsten Tag, am 26. Juni, kann in Hadmersleben ein weiteres Jubiläum gefeiert werden. Der Gemischte Chor "Harmonie" wird 140 Jahre alt. Aus diesem Anlass findet in der Klosterkirche ein Chorkonzert mit Gastchören statt. Eine Festveranstaltung zum Chorjubiläum folgt im Rahmen der Festwoche am 30. Juni.

Die Klostergründung und die Geschichte der einstigen Stadt Hadmersleben stehen im Mittelpunkt zweier Vorträge von Pfarrer Züdecke und Dr. Walter Merfert. Die Vorträge sind für den 27. Juni geplant.

Ein weiterer Höhepunkt in der Festwoche ist die feierliche Enthüllung eines Gedenksteines mit Gedenktafel. Der Gedenkstein hat seinen Platz bereits auf dem Areal des ehemaligen Uhlenturms gefunden. Anlässlich des Patronatsfestes wird es am 29. Juni einen Festgottesdienst in der Klosterkirche mit dem Bischof aus Magdeburg geben.

Zum Ende der Festwoche startet schließlich das Schützenfest. Der Sportverein lädt am 1. Juli zu sportlichen Veranstaltungen ein, die Schützen proklamieren im Festzelt die Schützenkönige 2011.

Mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der Stadtkirche mit Festakt zu "1050 Jahre Hadmersleben" beginnt der 2. Juli. Anschließend werden die Volkskönige, traditionell mit Pfeil und Bogen, ausgeschossen.

Und schließlich gibt es an diesem vorletzten Festtag noch einen besonderen Höhepunkt zu erleben. Was wären 1050 Jahre Hadmersleben ohne Festumzug? Nichts. Seit Wochen laufen die Vorbereitungen für den Festumzug, gibt es erste konkrete Vorstellungen. In mehr als 40 Bildern soll die Geschichte der Stadt von 961 bis zum heutigen Tage dargestellt werden.

Noch sind die Planungen nicht abgeschlossen und wer Lust hat, mitzumachen, in ein historisches Kostüm zu schlüpfen, der ist herzlich willkommen.

Verantwortlich für den Festumzug ist Hermann Woschei, bei ihm kann man sich noch melden. Und die Organisatoren hoffen natürlich, dass der Festumzug genau so lange im Gespräch bleibt, wie der vor 50 Jahren zur 1000-Jahrfeier.

Der Festumzug endet im Festzelt, wo die Spielmannszüge aufspielen, es noch ein kleines Programm gibt, ehe um 20 Uhr der große Festball zum Ortsjubiläum beginnt.

Schließlich endet die große Festwoche mit dem Schützen-umzug am Sonntagmorgen, dem anschließenden Frühschoppen und einem bunten Nachmittag bei Kaffee und Kuchen im Festzelt.

Ortsbürgermeister Ulrich Göllner ist bei allen Planungen mit von der Partie und als Ortsoberhaupt hat er natürlich auch die Zahlen oder besser Kosten im Kopf. Ganz ohne Zuschuss aus dem Stadthaushalt wird dieses bedeutsame Fest für die Akteure nicht zu stemmen sein.

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