Die Planerin für die Bauarbeiten an der B 246 a in Seehausen stellte in dieser Woche bei der Ortschaftsratssitzung das Vorhaben vor. Allerdings konnte bisher noch nichts zur Bauzeit gesagt werden. Geplant ist diesmal eine Anliegerzufahrt zur Tankstelle, so dass es nicht wie im vergangenen Jahr zu einem "Abkoppeln" von Gewerbetreibenden kommt.

Seehausen. Wann die Bauarbeiten an der B 246 a innerhalb der Ortschaft Seehausen in diesem Jahr beginnen, konnte auch bei der jüngsten Vorstellung des Bauprojektes am Donnerstagabend in der Ortschaftsratssitzung nicht mitgeteilt werden.

Auch zur Dauer der Bauarbeiten, für die erneut eine Vollsperrung der Bundesstraße verhängt und eine großräumige Umleitung erforderlich sein wird, konnte nichts gesagt werden. "Dazu müssen noch Gespräche geführt werden", sagte die Planerin. Der Grund: Die Stadt sowie der Trink- und Abwasserverband Börde (TAV) warten noch auf die beantragten Fördermittelbescheide.

Ob die Baumaßnahme, die in zwei Teilabschnitte getrennt ist, in einem Jahr über die Bühne gebracht wird oder einer der Abschnitte erst 2012 saniert werden soll, stehe auch noch nicht fest. Planerin Kerstin Braunsberger sprach sich bei der Sitzung für eine Baumaßnahme aus, "bei der beide Abschnitte in diesem Jahr in einem Ruck über die Bühne gehen könnten". In jedem Fall solle aber mit dem Bauabschnitt in der Ringstraße angefangen werden, da hier parallel dazu auch der neue Einkaufsmarkt entstehen soll.

Für diesen Bauabschnitt kam auch die Frage nach der Sicherheit in punkto Umsetzung der Fußgängerampel Ringstraße, Ecke Friedrich-Engels-Straße, auf, an der die Schüler bis heute die Straße queren, um von der Grundschule zur Turnhalle zu gelangen. Die Frage beschäftigt die Seehäuser seit dem 22. Oktober 2008. An diesem Tag hatte sich an dieser Stelle ein schwerer Rübenlaster-Unfall ereignet. Der Fahrer eines voll beladenen 25-Tonnen-Sattelschleppers hatte aufgrund zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Der Lkw knallte gegen die Ampel und kam auf der Seite zum Liegen. Die Ladung verteilte sich auf der Wartefläche an der Ampel. Bei dem Unfall waren glücklicherweise keine Personen verletzt worden.

Die Stimmen der Bürger nach einer Umsetzung der Ampel in Richtung Schule und damit raus aus der Kreuzungseinmündung wurden seit 2008 nicht leiser. Planerin Kerstin Braunsberger sagte, dass nach ihrem Kenntnisstand der Landesbetrieb Bau, sprich der Baulastträger, bis heute an dem alten Ampel-Standort festhalten würde. Eine Umsetzung der Anlage sei ihres Wissens nicht geplant. Die Einmündung solle aber im Zuge der Bauarbeiten entschärft werden, hieß es.

Ortswehrleiter und Ratsmitglied Hans-Werner Rudloff sprach sich energisch für die Versetzung der Ampel aus. "Das ist eine Frage der Sicherheit und im Sinne unserer Kinder." Ortsbürgermeister Eckhard Jockisch sagte, dass das eigentlich auch so geplant gewesen sei und die Ampel in Richtung Hintereingang der Schule versetzt werden sollte. "Die Verantwortlichen haben sich allerdings bis heute mit Händen und Füßen gegen unsere Forderung gewehrt. Wir werden uns aber weiterhin dafür einsetzen", sagte Jockisch zu. Auch Bauamtsleiter Olaf Küpper erklärte gestern auf Volksstimme-Nachfrage, dass er zum Thema Ampel-Versetzung erneut das Gespräch mit dem entsprechenden Ansprechpartner des Landesbetriebes Bau (LBB) suchen werde. "Wir sind an dem Thema dran. Da die Straße dann eh einmal offen ist, könnte die Ampel relativ kostengünstig versetzt werden."

Küpper erklärte auch, dass an der Wanzlebener Allee während der Baumaßnahme für Anlieger eine drei Meter breite provisorische Fahrbahn vorgehalten werden soll, die an der Hydraulik parallel zur neu geplanten B 246 a verlaufen wird. "So bleibt hier für die Seehäuser beispielsweise die Tankstelle ereichbar", sagte der Bauamtsleiter. Die Variante der provisorischen Fahrbahngestaltung, die mit Fräsgut modelliert werden soll, könne hier aufgrund der durch die Baumfällungen entstandenen Freifläche geschaffen werden.

Der Seehäuser Gewerbetreibende Kurt-Joachim Hartleib bat in der Bürgerfragerunde darum, dass die Idee jener Anliegerverbindung zwischen Zufahrt Hydraulik und der Tankstelle, die von seinem Sohn Mathias Hartleib betrieben wird, sogleich mit Beginn der Baumaßnahme eröffnet werden sollte. "Diese kleine Umgehung kann ich als Gewerbetreibender nur begrüßen. Schließlich hat uns die letzte Vollsperrung 2010 wegen des Kreisverkehrs-Neubaus mit ihrer großräumigen Umleitung rund um Seehausen nicht nur sehr viel Geld gekostet, sondern auch Arbeitsplätze", sagte der Autohausbesitzer.

Nur der Anliegerverkehr soll über die Fahrbahn rollen, Ausweichbuchten würden auf der Verbindungsstrecke den Gegenverkehr regeln. Zu den geplanten Bauabschnitten und Zeitplänen werde es laut Aussagen des Ortsbürgermeisters noch Einladungen für jeweils eine Anwohner-Versammlung geben.

Der Gehweg auf der Seite der Hydraulik entfällt im Zuge der Maßnahme ersatzlos.

 

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