Oschersleben. Walters Harem ist wieder komplett. Der Straußenhahn im Tiergehege des Oschersleber Wiesenpark muss sich nicht mehr mit zwei Hennen begnügen. Seit gestern sind es wieder drei, wie es die Natur für einen stattlichen Straußenhahn vorsieht.

Bereits vor etwa einem Jahr war eine seiner drei Straußenfrauen gestorben. Doch da eine Straußenhenne mindestens 600 Euro kostet, mussten die Verantwortlichen des Tiergeheges warten, bis sich ein edler Spender findet. Der sich nun gefundet hat. Es ist die Oschersleber Motorsport Arena, die das Geld zur Verfügung stellt. Und nicht nur das. Die Rennstrecke hat zudem die Patenschaft über den neuen Wiesenparkbewohner übernommen – auf Lebenszeit.

"Auch darüber freuen wir uns sehr", so Sylvia Frehde. Die für den Wiesenpark zuständige Mitarbeiterin der Oschersleber Stadtverwaltung hatte sich gestern Vormittag mit Marcel Orban am Straußengehege getroffen, um dem Pressesprecher der Motorsport Arena unter anderem die Patenschaftsurkunde zu überreichen und gemeinsam mit Gehegeleiter Björn Löffler die zweijährige Straußenhenne zu "taufen", die seit gestern auf den Namen "Arena" hört.

Und wie es sich für einen guten "Patenonkel" gehört, war Marcel Orban nicht mit leeren Händen, sondern mit einem Eimer voller Obst in den Wiesenpark gekommen, um das "Patenkind" und dessen drei Artgenossen zu füttern. Was er auch mit großem Mut getan hat.

Es ist insgesamt die 92. Tierpatenschaft, die gestern im Gehege des Wiesenparks besiegelt worden ist. "Wenn es so weiter geht, werden wir bald die 100 voll haben", freut sich Sylvia Frehde.