Im Bereich des Polizeikommissariats Oschersleben sind im Vorjahr 2540 Straftaten erfasst und 1470 davon aufgeklärt worden. Damit ist die Zahl der Delikte zurückgegangen und hat sich die Aufklärungsquote erhöht.

Oschersleben. Dass die Bankräuber, die am 25. Mai die Hadmersleber Sparkassenfiliale ausgeraubt hatten, recht schnell gefasst worden sind, war im Vorjahr sicherlich einer der größten Erfolge der Oschersleber Kripo. Auch dass die Beamten im August eine fünfköpfige Gruppe jugendlicher Einbrecher ermittelt haben, die im Raum Seehausen/Eilsleben ihr Unwesen getrieben hatten, gehört zu den Erfolgsmeldungen. Und nicht zuletzt haben die Kriminalpolizisten ganze Arbeit geleistet, als sie im Dezember einen Brandstifter schnappten, der in Ausleben Angst und Schrecken verbreitet hat.

Das sind aber nur drei von zahlreichen Ermittlungserfolgen, wie aus der Kriminalstatistik 2010 hervorgeht, die jetzt Kommissariatsleiter Roland Wulff und Kripochef Detlef Schulz vorgelegt haben.

Dieser Statistik ist zu entnehmen, dass in der Westlichen Börde, der Oberen Aller und in Oschersleben 2010 insgesamt 2540 Straftaten und damit 296 weniger als im Jahr 2009 erfasst worden sind. Und da gleichzeitig die Aufklärungsquote von 53,6 auf 57,9 Prozent gestiegen ist, sprechen Wulff und Schulz von einem "erfolgreichen Jahr" für den Oschersleber Kriminaldienst.

Wie auch in den Jahren zuvor, haben vor allem Diebe die Kriminalbeamten beschäftigt. In der Statistik stehen 1091 solche Straftaten. Im Jahr 2009 waren es noch 1280. An zweiter Stelle steht die "Straßenkriminalität", bei der die Zahl der Delikte von 525 auf 425 gesunken ist. Gewaltdelikte, wie beispielsweise Körperverletzungen, wurden im vergangenen Jahr 65 und damit 32 weniger als im Jahr 2009 erfasst. In der Rubrik "Kfz-Kriminalität" stehen in der Statistik 150 Fälle, im Jahr 2009 waren es noch 208.

Von den 1159 Tatverdächtigen, die ermittelt worden sind, waren 851 Männer beziehungsweise Jungen und 308 waren Frauen beziehungsweise Mädchen.

51 der Tatverdächtigen waren jünger als 14 Jahre alt, 125 im Alter von 14 bis 18 Jahren und 104 zwischen 18 und 20 Jahre alt. "Damit liegt der Anteil der Tatverdächtigen, die jünger als 21 Jahre alt sind, bei 24,1 Prozent, was dem Trend des Polizeireviers entspricht", so Roland Wulff und Detlef Schulz, die den Rückgang der von Kindern und Jugendlichen verübten Delikte unter anderem auf Präventivmaßnahmen zurückführen.

Unter anderem auf das Also-Projekt, mit dem die Sportjugend und die Polizei Jugendliche von der Straße in die Sporthallen holen. "Wir wissen, dass das kein Allheilmittel ist, aber es hilft und wir sind froh, dass dieses Projekt fortgesetzt wird."

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