Am 1. Mai startet der Oschersleber Fliegerclub in die neue Saison. Den Winter über haben die Flieger an ihren Flugzeugen geschraubt, um sie in einen technisch einwandfreien Zustand zu versetzen. Bei ihrer Jahreshauptversammlung am Sonnabend werden die Flieger die nächsten Vorhaben besprechen.

Oschersleben. "Die Vorbereitungen für die neue Flugsaison laufen auf Höchsttouren", sagt Heinz-Joachim Ladwig, erster Vorsitzender des Oschersleber Fliegerclubs. Jedes Jahr aufs Neue können es die Mitglieder kaum erwarten, dass das Wetter besser wird und sie im April mit den Werkstattflügen starten können. Damit am 1. Mai zum Beginn der Flugsaison für die Gäste alle technischen Voraussetzungen für einen reibungslosen Startbetrieb geschaffen sind. Deshalb gibt es auch im Winter für die Mitglieder des Fliegerclubs viel zu tun. Die drei Segelflugzeuge und der eine Motorsegler müssen repariert und gewartet werden.

Jeden Donnerstag treffen sich die Mitglieder, um ihre Baustunden zu leisten. Marco Ladwig und Michael Schade als Kraftfahrzeugtechniker-Meister sind für Fahrzeuge und Winde verantwortlich, dabei hilft ihnen auch Ralf Starke als zweiter Vorsitzender. Damit die Fluggäste, im vorigen Jahr 100, den Ausblick über die Börde, Harz und selbst nach Magdeburg zum Wasserstraßenkreuz genießen können.

Die Brüder Thomas und Andreas Weiß sind für die Segelflugwerkstatt/Motorsegler verantwortlich. Aber auch die anderen aktiven Mitglieder wie Peter Wiederhold, Dirk Spieler, Florian Ditas und Ullrich Kahmann haben ein großes und wichtiges Aufgabengebiet. Insgesamt hat der Fliegerclub 23 Mitglieder. Aber auch eine Frau ist im Fliegerclub Oschersleben aktiv – Heike Gernroth. Sie scheut sich nicht mit anzupacken, wo eine helfende Hand benötigt wird. Als Schatzmeisterin hält sie zudem die Finanzen zusammen. 2010 leisteten die Oschersleber Flieger mehr als 1 800 Baustunden.

Selbst die Schulbank wird von allen Mitgliedern das Jahr über und besonders im Winter gedrückt. Weiterbildungen in Magdeburg und Technikertagungen stehen auf dem Programm. Marco Ladwig absolviert zurzeit einen Lehrgang zum Erwerb der Pilotenlizenz. Hat er die in der Tasche, darf Ladwig Gäste durch die Lüfte chauffieren.

"Ich bin stolz auf meine Mitglieder, jeder kommt, wann er kann und tut, was er kann. Nur so kann und wird der Fliegerclub Oschersleben noch viele Jahre bestehen", verdeutlicht Fliegerchef Ladwig. Die Flieger und ihre Angehörigen sind eine große Familie. Die Frauen und die passiven Mitglieder schauen regelmäßig mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee vorbei, um ihre Männer für die Lüfte zu stärken und helfen, wo sie können. Zum Beispiel bei der Pflege der Flugzeuge nach einem Flugtag.

Auch dieses Jahr wird vom 19. bis 17. Juli das Fliegerlager der Veranstaltungshöhepunkt des Jahres sein. Fliegen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang steht dann auf dem Programm. "Nicht nur die Mitglieder des Fliegerclubs, sondern jeder, der Lust hat, kann in dieser Zeit vorbei kommen und mit uns fliegen", lädt Ladwig schon jetzt Gäste auf den Oschersleber Flugplatz am Rande der Stadt in Richtung Hornhausen ein.

Die Jahreshauptversammlung des Oschersleber Fliegerclubs findet am Sonnabend, 12. März, auf dem Flugplatz statt. Aktive und passive Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen.

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