In einem Leserbrief an die Volksstimme kritisiert Hohendodelebens Ortsbürgermeister Wolf-Burkhardt Bach die Wohnungsbaugesellschaft Wanzleben mbH. Es sollen nach Bachs Angaben Mieter-Hinweise auf Instandsetzungen ignoriert worden sein. Wobau-Geschäftsführer Rainer Lippelt wies gestern hingegen Instandhaltungsversäumnisse zurück.

Hohendodeleben. In einem Leserbrief Ende Februar dieses Jahres wurde Hohendodelebens Ortschef Wolf-Burkhardt Bach ungewöhnlich deutlich: "Die Mieter der verwalteten Wohnungen wenden sich an mich, weil sie sich vom Verwalter nicht verstanden fühlen oder missachtet werden. Auch werden unsere Hinweise zu Instandsetzungen ignoriert. Im Monat März und August 2010 informierten wir den Wohnungsverwalter nachweislich, dass sich Teile des Sockels und Teile der Fassade im Türbereich am Gebäude in der Schleibnitzer Straße 11 lösen. Jetzt erhielten wir die Information, dass der gesamte Sockel und der Bereich an der Tür erneuert werden muss. Es verstrich also fast ein Jahr bis man auf dieses Anliegen reagierte. Ähnlich sieht es mit Anliegen unserer Mieter aus. So wird die malermäßige Instandsetzung eines Bades, welches durch einen Wasserschaden der darüber befindlichen Sanitärzelle verursacht wurde, erst in Angriff genommen, als ich die Instandsetzung anmahnte. Genau so unerklärlich ist für mich, dass Mieter mit dem Umstand leben sollen, dass durch ihre Terrassentür der Wind pfeift und bei Regen, Wasser in die Wohnung dringt. Ich denke an dieser Stelle bemerken zu dürfen, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Wir können stolz sein, dass die Mieter sich für unsere Wohnungen entschieden haben und auch der Leerstand abgebaut wurde, aber ich werde es nicht dulden, dass so mit ihnen umgegangen wird. Auch ist es für mich nicht mehr hinnehmbar, dass derartige Instandsetzungsversäumnisse durch den Wohnungsverwalter entstehen, da sie für ihre Arbeit Verwaltungsgebühren erhalten. Ich erwarte von der Wobau Wanzleben zukünftig ein zeitnahes Abarbeiten aller Anliegen, eine deutliche Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Mietern und dem gewissenhaften Umgang mit unseren Hinweisen."

Inzwischen habe es ein Gespräch zwischen dem Wobau-Geschäftsführer Rainer Lippelt und Ortsbürgermeister Wolf-Burkhardt Bach gegeben.

Rainer Lippelt sagte gestern auf Nachfrage: "Die Vorwürfe der Instandhaltungsversäumnisse muss ich zurückweisen." Arbeiten, die aufgrund der Witterung bislang nicht erledigt werden konnten, habe er in einem Gespräch mit dem Ortsbürgermeister am Montag bereits klären können. Außerdem werde an der windbelasteten Terrassentür ein Rolladen (Rosenweg 6 a) angebracht. Im Fall des Badwasserschadens und der von Bach hier eingeforderten Malerarbeiten sei dies bereits mit der Versicherung geklärt worden. Rainer Lippelt: "Wir sind auf gute Zusammenarbeit orientiert und wollen allen gerecht werden. Bei 1000 Wohnungen in unserem Bestand sind wir bestrebt laufende Instandsetzungsmaßnahmen zügig abzuarbeiten."

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