Oschersleben. Frisch zum Frühlingsanfang erwachen auch im Tiergehege des Oschersleber Wiesenparks die Frühlingsgefühle. Insgesamt 21 Jungtiere erblickten bei den Zwerg-, Haus-, und Walliser Ziegen in den letzten Wochen das Licht der Welt. Aber das ist längst noch nicht alles. Einige Tiere sind noch immer in froher Erwartung. "Die Kinderstube wird noch voller", sagte Sylvia Frehde, zuständige Mitarbei-terin für das Tiergehege in der Oschersleber Stadtverwaltung.

Das gute Wetter spielte dabei auch eine große Rolle. Tagsüber ist es trocken und sonnig, nachts dagegen kälter. "Das macht unseren Tieren nichts aus. Bei der Vielfalt der Rassen, die wir beherbergen, war uns bei der Auswahl besonders wichtig, dass sie das Futter und besonders das Klima gut vertragen", erklärte Sylvia Frehde weiter. Außerdem finden die Tiere nachts Unterschlupf in den Ställen, damit ihnen wirklich nichts passiert.

Die Mitarbeiter werfen besonders auf die Jungtiere ein wachsames Auge, um sicher zu gehen, dass sich alle gut entwickeln und keiner, beispielsweise beim Füttern, zu kurz kommt. Sollte das aber doch mal der Fall sein, werden sie von den Mitarbeitern zusätzlich mit der Flasche aufgepäppelt. "Es ist schön mit anzusehen, dass auch bei den Tieren die Liebe scheinbar durch den Magen geht. Sobald sie dann den Pfleger oder die Pflegerin sehen, kommen sie schon angelaufen und wissen, was gleich passiert", schmunzelte Sylvia Frehde.

Das ein oder andere Ziegenjungtier büchst auch gerne mal aus. Das zeigt nur, wie zutraulich die Tiere gegenüber den Besuchern und Pflegern sind. "Die Tiere wachsen uns natürlich ans Herz." Wenn man weiß, wie alles mit dem Tiergehege anfing, kann man das sehr gut verstehen. 1930 gab es nur ein paar Ziegen und einen Damhirsch. Heute sind es etwa 300 Tiere in 57 verschiedenen Arten. "Da passiert es auch, dass man mal den ein oder anderen Namen vergisst", gibt Sylvia Frehde mit einem Lächeln offen zu.

Leider gibt es manchmal negative Erfahrungen, wenn es ein Junges beispielsweise nicht schafft. "Darauf könnten wir zwar gut verzichten, doch so ist eben die Natur", sagte Sylvia Frehde. Das tritt aber, Dank einer guten Pflege und schnellen Hilfe, nicht allzu häufig auf.

Die Besucher des Wiesenparks können sich somit eine ganze Weile an den kleinen Jungtieren erfreuen und besonders auf den noch ausstehenden Nachwuchs, der sich scheinbar ein bisschen mehr Zeit lässt.