Genügend Gefährdungspotential haben die Altenweddinger Kameraden mit zwei Bundesstraßen und einem Düngemittelunternehmen direkt vor der Haustür. Doch die Feuerwehrleute sind gerüstet für den Fall der Fälle. Das wurde während der Jahreshauptversammlung vor wenigen Tagen deutlich.

Altenweddingen. Ortswehrleiter Eberhard Hauer konnte zwar von "nur" fünf Einsätzen berichten, aber die waren sehr vielschichtig. Zum Einsatzgeschehen gehörte das Löschen einer brennenden Mülltonne oder eines Weizenfeldes genauso wie das Beseitigen einer Ölspur, die sich durch das gesamte Sülzetal zog. Auch zu einem Verkehrsunfall rückten die Kameraden aus. Wichtig ist aber vor allem die folgende Feststellung: "Zu den Einsätzen waren immer genügend Kameraden zur Stelle. Somit kann festgestellt werden, dass die Einsatzbereitschaft zu den unterschiedlichen Alarmierungszeiten immer gegeben war. Dafür möchte ich mich bei allen Kameraden herzlichst bedanken und hoffe, dass dies auch weiterhin so ist", meint Eberhard Hauer. "Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ihr zur Mittagszeit mit 14 Kameraden ausrücken konntet. Das ist gut", lobte auch Gemeindewehrleiter Marco Dahlke.

Während der 26 Dienst-abende war die Beteiligung immer gut. Es wurde die Theorie wieder aufgefrischt und die Handhabung der Technik geprobt. Ein Kamerad hat an der Brand- und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge den Lehrgang "Gruppenführer" erfolgreich abgeschlossen. Ein Kamerad beendete ebenso erfolgreich den Lehrgang Truppmann, Teil I, und den Sprechfunker-Lehrgang. Auch die Atemschutzausbildung der jungen Kameraden wird vorangetrieben.

Die Jugendwehr hat noch vier Mitstreiter. Ihren Bericht verlas Florian Ruffert. Die Jugendlichen haben im vergangenen Jahr Interessantes erlebt, doch noch mehr Spaß würde es machen, kämen noch einige Jungen und Mädchen hinzu. Das wäre besser für die Ausbildung wie für die Teilnahme an Feuerwehrwettkämpfen.

Von der Alters- und Ehrenabteilung berichtete Werner Hauer, dass ihr noch sechs Kameraden angehören. Doch eigentlich kümmert sich Werner Hauer um alle Alters- und Ehrenabteilungen der Feuerwehren im Sülzetal. Das sind insgesamt 38 Kameraden. Zweimal im Jahr findet man sich zusammen. "Doch das sollten wir öfter machen, so bleiben wir auch auf dem Laufenden, und es gibt doch immer etwas Interessantes aus den Feuerwehren zu berichten", meint Werner Hauer.

In der weiteren Diskussion mahnten die Kameraden die immer noch fehlenden vier Sprechfunkgeräte an. Jedoch gaben sowohl Marco Dahlke wie Abschnittsleiter Kai Pluntke zu bedenken, dass die Einführung des Digitalfunks unmittelbar bevorsteht. Die digitalen Geräte sind bereits da, können aber noch nicht betrieben werden.

Auch die Risiko- und Brandschutzanalyse, an der die Gemeindewehrleitung arbeitet, kam zur Sprache. Sie wird zeigen, was, wann, wo und wie für die Feuerwehren angeschafft werden muss, welches Auto wo steht, wer wohin ausrückt. Für Altenweddingen wurde beispielsweise festgestellt, dass ein Rettungsgerät fehlt.

Ortsbürgermeister Jörg Methner richtete seinen Dank an die Kameraden. Er sprach sich dafür aus, das besondere Ehrenamt, wofür die Feuerwehr nun einmal steht, wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Feuerwehr eine Pflichtaufgabe der Gemeinde ist, andererseits hat jede Feuerwehr im Sülzetal Probleme, weil die Wehren in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen sind.