Die Zehntklässler der Zielitzer Ganztagsschule schlossen gestern ein dreitägiges Projekt ab, das sich mit Informations- und Kommunikationstechnik befasst. Dabei ging es unter anderem auch um Chancen und Risiken, die soziale Netzwerke in sich bergen.

Zielitz. Zu Beginn des Projektes beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler am Mittwoch mit der Entwicklung des Fernsehens. "Tags darauf haben wir dann das MDR-Landesfunkhaus in Magdeburg besucht und dabei live miterleben können, wie Fernsehen heute funktioniert", berichtete Fachlehrerin Christine Baran.

Sie leitete gestern gemeinsam mit ihrer Kollegin Heike Eich den dritten Projekttag, der unter dem Schwerpunktthema "Gefahren im Internet" stand.

"Hintergrund des Projektes sind geäußerte Ängste und Unsicherheiten von Lehrern, Eltern und Schülern im Umgang mit dem Internet", erzählte Christine Baran, die dreimal in der Woche auch in der Medienstelle des Landkreises Börde zu finden ist. "Dort haben wir eine Materialsammlung erarbeitet, die sich mit dieser Thematik beschäftigt", so Christine Baran. Darin finden sich verschiedene Verweise zu Stichworten wie Soziale Netzwerke, Cybermobbing, Datenschutz, Urheberrecht oder Internetsucht.

"Es gibt inzwischen weit über 100 soziale Netzwerke mit deutschsprachigen Nutzern", informierte die Lehrerin die Schüler, "zu den bekanntesten gehören facebook, schülervz, studivz oder myspace." Einige der Zielitzer Schüler berichteten, dass sie bereits in sozialen Netzwerken vertreten seien. Josephine Glaue und Angi Röck beispielsweise, die beim Projekt einen Einblick in ihren privaten Account (Bereich) gewährten.

Nicht zu viel Privates im Netz preisgeben

Christine Baran appellierte an die Schüler, im Internet nicht zu viele private Dinge preiszugeben. "So informieren sich immer häufiger künftige Arbeitgeber im Netz über die Bewerber. Und das fällt nicht immer positiv aus."

Die Lehrerin gab den Schülern auch mit auf den Weg, bei im Internet vereinbarten Treffen als Treffpunkt nicht den Privatbereich, sondern einen Ort in der Öffentlichkeit zu wählen. Dabei verwies sie auf einen Mordfall in jüngster Vergangenheit.

Die Zielitzer Ganztagsschüler haben bei diesem dreitägigen Projekt viel gelernt und sehen den Umgang mit dem weltweiten Datennetz jetzt auf jeden Fall etwas kritischer.