Während ihrer Mitgliederversammlung schauten die Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins Dodendorf auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Am Ende der Zusammenkunft wurde auch ein neuer Vorstand gewählt.

Dodendorf. Im Namen des Vorstandes ließ Vereinsvorsitzender Herbert Steiner die vergangenen zwei Jahre noch einmal Revue passieren, blickte auf schöne und weniger positiv verlaufene Veranstaltungen des Vereins zurück.

Denkmal-Sanierung wird vorangetrieben

Vor allem das Jahr 2009 verlangte den Vereinsmitgliedern einiges ab, denn schließlich wurde mit dem Schill-Fest anlässlich des 200. Jahrestages des Schillschen Gefechtes bei Dodendorf ein großer Höhepunkt, der seine Kreise weit über Dodendorf hinaus zog, veranstaltet. "Das Fest war ein voller Erfolg und allen Mitgliedern, die sich aktiv eingebracht haben, gilt unser besonderes Dankeschön", so Herbert Steiner in seinem Rechenschaftsbericht. Mit dem 200. Jahrestag des Schillschen Gefechtes wurde im Bürgerhaus eine Schill-Stube eingerichtet und die Sanierung des Schill-Denkmals in Angriff genommen; sie konnte aber 2009 nicht mehr begonnen werden. Die Sanierung startete erst 2010, auch nachdem der Landkreis Fördermitel in Höhe von 2 500 Euro zur Verfügung stellte. Weitere Spenden sind eingegangen, so dass die noch vor dem Wintereinbruch begonnenen Arbeiten am Denkmal fortgeführt und zum Abschluss gebracht werden können. Alle Sponsoren sollen schließlich auf einer Gedenktafel verewigt werden, berichtete Herbert Steiner weiter.

Da 2009 die große Schill-Feier vom Heimatverein organisiert worden war, fand im gleichen Jahr kein Volksfest mehr statt. Stattdessen wurde ein Openair-Konzert vom Sportverein organisiert. Das jedoch ist schlecht gelaufen. "Und hatte eine negative Ausstrahlung auf alle Veranstaltungen im Jahr 2010", musste Herbert Steiner feststellen. Trotz moderater Eintrittspreise waren die Faschingsfeier und vor allem das Volksfest schlecht besucht. Mal ganz davon abgesehen, dass mit der Organisation eine Menge Arbeit verbunden ist, Vereinsmitglieder viele Stunden beim Proben der Programme verbringen, bei Veranstaltungen auch neue Wege gesucht wurden, so hat der Besucherrückgang dem Heimatverein vor allem finanziell geschadet. Denn trotz schlecht besuchter Veranstaltungen schlugen allein für das Volksfest über 1000 Euro an GEMA-Gebühren zu Buche. Wir können nicht verstehen, warum die Dodendorfer und auch Vereinsmitglieder ihr eigenes Fest so brüskieren", so Herbert Steiner. Und in der Diskussion zum Rechenschaftsbericht wurde letztlich auch deutlich, dass die anwesenden Mitglieder ebenso nicht nachvollziehen können, warum Veranstaltungen im Ort so schlecht besucht werden.

Zehnjähriges Bestehen wird vorbereitet

2010 wurden neue Mitglieder gewonnen, andererseits traten einige Männer und Frauen, etliche ohne jegliche Begründung, aus dem Verein aus. Derzeit hat der Dodendorfer Kultur- und Heimatverein 62 Mitglieder. Der Verein versteht sich weiterhin als Kulturträger des Ortes.

Gut gelaufen war im vergangenen Jahr der Tag der Vereine, an dem sich alle Vereine des Ortes beteiligt hatten. "Hier fand vor allen die Chronik ein großes Interesse", schätzte Herbert Steiner ein.

In diesem Jahr ist der Fasching bereits gelaufen, Osterfeuer und Lichterfest, sowie der Fackelumzug zum Tag der Deutschen Einheit wird es wieder geben, jedoch fällt das Volksfest, wie es seit 2002 gelaufen ist, definitiv aus. Ursprünglich sollte es im August eine Abendtanzveranstaltung und am nächsten Tag einen Frühschoppen geben. Doch nach der Abstimmung während der Mitgliederversammlung stand fest: Es wird "nur" einen Frühschoppen, in welcher Form auch immer, geben. Erste Ideen zur Gestaltung gibt es bereits.

Im Jahr 2012 wird der Dodendorfer Kultur- und Heimatverein 10 Jahre alt. Dieses Ereignis soll gebührend vorbereitet werden. Ja, und um weiter in die Zukunft zu blicken, mahnt der wiedergewählte Vereinsvorsitzende Herbert Steiner an: "Wenn 2013 wieder ein neuer Vorstand gewählt wird, dann müssen jüngere Leute ran."

Am Sonnabendabend wurde mit Beate und Bernd Schulze, Bernhard Napiontek, Peter Krappe, Christine Raab, Herbert Steiner und Dieter Kühne der komplette alte Vorstand wiedergewählt. Die neue Revisionskommission setzt sich aus Susanne Hildebrand und Uwe Haack zusammen. Silke Schalkowski ist ausgeschieden, ihr wurde gedankt.

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