Mit Carsten Loof hat ein streitbarer, ehrlicher Charakter den Gemeinderat verlassen. Sein Entschluss ist das Ergebnis der Entwicklung einer "Streitkultur" im Sülzetal, die schon lange nicht mehr hinnehmbar ist und teils unter die Gürtellinie geht. Und hier meine ich die Art und Weise wie die Gemeinderäte miteinander umgehen, das gemeine Volk mit den Volksvertretern umgeht, die immerhin "nur" eine ehrenamtliche Arbeit leisten. Da gibt es Zwischenrufe und Beschimpfungen, werden Gemeinde- und Ortschaftsräte persönlich angegegriffen, wenn jemand seine Meinung zu einem bestimmten Thema offen und ehrlich sagt. Diese unflätige "Streitkultur" begann mit der endlosen Diskussion um die Grundschulen im Sülzetal und fand seinen Höhepunkt in der Diskussion um das Schnittstellenprogramm. Wie immer im Leben gibt es für alles ein Für und Wider, Gegner und Befürworter. Egal, auf welcher Seite man steht und so schwer es fällt: Demokratie bedeutet eben auch, die Meinung des anderen, die Entscheidung des Gemeinderates, wie sie am Donnerstagabend gefallen ist, zu akzeptieren. Ob sie richtig oder falsch war, wird die Zukunft zeigen.