Alle sieben Betriebe der Bäckerinnung der Kreishandwerkerschaft Bördekreis haben gestern in Oschersleben ihre Brote prüfen lassen. Die Ergebnisse waren "spitzenmäßig", wie der Prüfer einschätzte.

Oschersleben. Michael Isensee war begeistert. Von den 31 Broten, die gestern in Oschersleben zu prüfen waren, hat er 26 mit "sehr gut" und 5 mit "gut" bewertet. "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon jemals solch ein gutes Ergebnis hatte", sagte der professionelle Brotprüfer vom Institut für die Qualitätssicherung von Backwaren. Und Isensee weiß, wovon er redet, ist er doch tagaus, tagein zwischen Flensburg und Wiesbaden auf Achse, um Brote ganz genau unter die Lupe zu nehmen, die er beispielsweise anhand des Aromas, des Geruchs, des Aussehens, der Struktur oder auch der Kruste bewertet.

Was er nun gestern in Oschersleben im Café Ruff getan hat, in das alle sieben Betriebe der Bäcker-Innung Bördekreis ihre Produkte zur Bewertung gebracht hatten. "Auch dass sich alle Bäcker der Innung beteiligen, ist spitzenmäßig", urteilte der Brotprüfer.

Die meisten der zur Bewertung abgegebenen Produkte waren Mischbrote. Aber auch Schwarzbrote, Roggenbrote Weißbrote, Mehrkornbrote oder Kürbiskernbrote lagen in Reih und Glied vor dem Prüfer.

Und Obermeister Harald Metscher, dessen Stellvertreter Detlef Tamm und weitere Bäcker haben es sich nicht nehmen, dem Prüfer bei seiner Arbeit über die Schulter zu sehen. Zum einen, um aus erster Hand zu erfahren, wie ihre Brote beurteilt werden und zum anderen, um gegenseitig Erfahrungen auszutauschen.

Und zudem war Dr. Joachim Vogel vom Landesinnungsverband des Bäckerhandwerks vor Ort, um sich von den Ergebnissen zu überzeugen und um unter anderem darauf aufmerksam zu machen, dass Obermeister Harald Metscher einer der 16 Bäcker des Landes ist, die inzwischen das vom Bäckerhandwerk eingeführte Gütesiegel erworben hat.