Ein Radweg von Gröningen bis nach Großalsleben – ein Wunsch, den viele Gröninger und Großalsleber hegen. Immerhin 391 von ihnen haben sich deshalb auch an einer Unterschriftensammlung beteiligt, die Bürgermeisterin Renate Hillebrand an Sachsen-Anhalts Bauminister Karl-Heinz Daehre übergeben hat. In unserer Leser-Umfrage wollen wir nun Ihre Meinung dazu wissen.

Gröningen / Großalsleben. "Zu gefährlich, wenn nicht lebensgefährlich", nennen viele Leute eine Radfahrt entlang der Landesstraße von Gröningen nach Großalsleben, wenn man sie fragt. Deshalb setzen sich die Bürger seit geraumer Zeit für einen straßenbegleitenden Radweg ein.

Das Geld dafür soll aus dem Landeshaushalt kommen. Bauminister Daehre gab dazu bei einem Treffen mit Bürgermeisterin Renate Hillebrand sowie mit weiteren Vertretern aus Politik und Verwaltung Anfang Februar eine erste Rückmeldung. Demnach müsse erst einmal gezählt werden, wie viele Leute dort tatsächlich mit dem Rad fahren, dann müsse man sehen, ob der Radwegbau finanziert werden könne.

Bedarf sehen die Verantwortlichen aus der Stadt und aus deren Ortsteil Großalsleben. Gröningens Bürgermeisterin Renate Hillebrand sagt zum Beispiel: "Wir haben dieses schöne Freibad in Großalsleben, wo viele Kinder hinfahren würden. Und ich denke, es würden viele Freizeitfahrer den Radweg nutzen." Im Moment muss man mit dem Rad von Gröningen nach Großalsleben einen Umweg von mehreren Kilometern über die Feldwege in Kauf nehmen – eine Strecke, wo niemand gern Schulkinder entlang schickt. Für manche ist mit dem Radweg von Gröningen nach Großalsleben und möglicherweise bis nach Oschersleben nicht nur die Hoffnung auf kürzere Wege verbunden, sondern auch der Anschluss an regionale und überregionale Radwege. "Die fehlende Verbindung zwischen Oschersleben und Gröningen verhindert eine Durchfahrt von den gut ausgebauten nord-östlichen Radwegen zu den ebenfalls gut ausgebauten süd-östlichen Radwegen", erklärt zum Beispiel Ronny Bohms, einer von vielen Großalslebern, die sich diesen Radweg wünschen.

Rückenwind erhält Bohms und die anderen Befürworter von Dr. Raimo Modler, ebenfalls Großalsleber, der jüngst in einem Leserbrief insbesondere mit Blick auf die Gefahren durch Autoverkehr auf der Landesstraße meinte: "Als Gröninger Stadtrat, der selbst mit seiner Familie oft mit dem Rad unterwegs ist, werde ich mich für dieses Projekt stark machen."

Bleibt abzuwarten, ob sich das Verkehrsministerium nach der eingehenden Prüfung von der Notwendigkeit dieses Radweges so überzeugt zeigt, wie es viele Bürger längst sind.

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