Bekommt Niederndodeleben endlich einen Bolzplatz? Die Zusage einer Stiftung nährt zumindest diese Hoffnung. Eltern kleiner Kicker und der Schwimmbadverein haben sich zusammen mit einigen Ortschaftsräten des Themas angenommen. Die Idee "Platz der Generationen" ist entstanden.

Niederndodeleben. Am kommenden Donnerstag soll sich der Niederndodeleber Ortschaftsrat mit den Plänen zur Errichtung eines Bolzplatzes beschäftigen. Bereits im März hatte der Vorsitzende des Schwimmbadvereins "Schrotetal" über Aktivitäten außerhalb der offiziellen politischen Gremien informiert. Engagierte Eltern von kleinen Fußballern des TSV waren an den Schwimmbadverein herangetreten und hatten gefragt, ob nicht auf den Liegewiesen am Gartenweg ein Bolzplatz entstehen könnte. Der Grund der Anfrage: Auf dem offiziellen Spielfeld des TSV Niederndodeleben ist eine Nutzung außerhalb der Trainingszeiten tabu.

Grundsätzlich stünde der Verein bereit, befürchtet aber nach Rückfrage mit Ortsbürgermeister Wolfgang Schmid Lärmprobleme mit den Anwohnern. Gleiches gilt für einen weiteren erwogenen Standort hinter dem Gemeindehof an der Magdeburger Straße 35.

Um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen, lud Pötzsch im März einen Vertreter der Bürgerstiftung Ostfalen nach Niederndodeleben ein. Zusammen mit Stiftungs-Kurator Joachim Traumann und Vertretern der Ortschaft Niederndodeleben besichtigte Pötzsch mögliche Standorte im Dorf. Inzwischen hat die Stiftung eine Unterstützung des Niederndodeleber Bolzplatz-Projektes zugesagt. Wenn die Gesamtfinanzierung gesichert ist, stellt die Stiftung 4 000 Euro bereit.

Eine Architektin aus dem Kreis der Kicker-Eltern hat bereits einen Plan für einen "Platz der Generationen" entworfen, dessen Konzept über die Bolzplatz-Idee hinaus geht. Standort dafür ist die gemeindeeigene Grünfläche im Einmündungsdreieck Rodensleber Straße/Bahnhofstraße. Nach Einschätzung der Initiatoren biete sich dieser Standort aufgrund seiner zentralen Lage im Dorf mit dem nahen Altenbetreuungszentrum dafür an, mit wenig Geld einen grünen Treffpunkt aller Niederndodeleber Generationen zu schaffen.

In einem ersten Schritt soll mittig der Mauer der Bolzplatz mit Ballfangzäunen entstehen. In einer zweiten Etappe könnten ein Naturlehrpfad und ein weiterer Spielbereich für Kinder angelegt werden (siehe Skizze).

Spielen und die Natur erkunden können

Im Antrag an den Ortschaftsrat heißt es unter anderem: "Ausgehend von dem jetzigen Trampelpfad soll der Naturlehrpfad in Richtung Eingang (westliche Seite) des Bolzplatzes entstehen. Der Pfad soll mit einheimischen ungiftigen Sträuchern bepflanzt werden, es sollen Bänke installiert werden, die zum Verweilen einladen. Auf Informationstafeln können sich Alt und Jung über Pflanzen, Tiere und Insekten der Heimat informieren. Eine Wildblumenwiese stellt nicht nur eine Augenweide dar, sondern kann für die Naturerkundung genutzt werden. Im westlichen Teil des Platzes ist ein Sandkasten für die kleinsten Niederndodeleber geplant. Daneben könnten Weidentipis errichtet werden."

Initiatoren haben konkrete Visionen

Die Initiatoren glauben an ihre Vision: "Fußballer bolzen auf dem Platz, junge Puppeneltern machen es sich auf der Wildblumenwiese gemütlich und beobachten die Käfer und Bienen. Ältere Menschen sitzen auf den Bänken und werden von dem bunten Treiben auf dem Platz mitgerissen. Junge Familien beobachten ihre Kleinkinder beim Spielen im Sandkasten. In den Tipis wird ein Indianerrat abgehalten, oder sie dienen zum Versteckspielen."

Die Finanzierung des Projektes soll durch verschiedene Sponsoren und Stiftungen realisiert werden. Die Mitglieder der Elterninitiative kümmern sich ehrenamtlich um die Beantragung des Geldes und die Gestaltung des Platzes. Die Gemeinde soll die Fläche zur Verfügung stellen.