Einige Baumspenden und der tatkräftige Einsatz idealistischer Naturfreunde machen es möglich: Die Streuobstwiese in der einstigen Kleingartenanlage Nord in Harbke nimmt Gestalt an. Mit Blick auf den Tag des Baumes wurde voriges Wochenende ein weiterer Arbeitseinsatz gestartet.

Harbke. Traumhaftes Wetter, fleißige Helfer und viel zu tun – so mag es der Gartenfreund. Also trafen sich Erhard Habermann, Hubert Koster, Svetlana, Olaf, Roman und Oskar Nodorf, Benjamin Rau, Jovi Valey und Malte Stief am Sonnabend in der ehemaligen Kleingartenanlage Nord und griffen dem Tag des Baumes, der am 25. April begangen wird, schon etwas vor.

Fast hundert Jahre reicht der Ursprung dieses Tages zurück, in die USA, nach Nebraska. Der Erfolg der Bepflanzung des baumlosen Bundesstaates wurde jeden April gefeiert, was bald Nachahmer in den USA und weltweit fand. 1951 führte die Landwirtschaftsorganisation der UNO den Tag des Baumes mit dem Anliegen ein, "dass sich alle Menschen, sowohl des ästhetischen und physiologischen, als auch des wirtschaftlichen Wertes des Baumes bewusst werden". Seit 1952 spielt er auch in Deutschland eine Rolle.

Und wie kann man den Tag des Baumes anders begehen als mit der Pflanzung von Bäumen? Dachte man sich auch in Harbke. Im vergangenen Jahr spendete und pflanzte das jungvermählte Ehepaar Sandra und Christian Koster einen Apfelbaum. Gleiches tat das Ehepaar Koster senior aus Anlass ihrer 60. Geburtstage. Olaf Nodorf spendete und pflanzte einen Apfelbaum zum Firmenjubiläum. Auch in diesem Jahr fanden sich wieder Spender für die gute Sache. So ermöglichte Otto Körner den Kauf von sechs Apfelbäumen, Hubert Koster und Olaf Nodorf steuerten nochmals je einen bei. Diese Bäume kamen nun in die Erde, darunter historische Sorten wie Halberstädter Jungfernapfel, Roter Eiserapfel und Rheinischer Bohnapfel.

Auf das Einsammeln und Beseitigen von Unrat hätten die Naturfreunde gern verzichtet, da es aber immer wieder gedankenlose Zeitgenossen gibt, die ihren Müll illegal abladen, musste neben der Baumpflanzung auch diese Arbeit getan werden. Außerdem wurde ein nicht mehr genutzter Garten beräumt. Dank der technischen Baugeräte, die Olaf Nodorf zusätzlich zum kostenlosen Entsorgungscontainer zur Verfügung gestellt hatte, ging auch die schwere Arbeit flott voran.

Und so fühlten sich die Helfer nach getanem Werk dem Motto des Erfinders des Tages des Baumes, Julius Sterling Morton, verpflichtet: "Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft!"

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