Wulferstedt. Am Sonnabendvormittag herrschte in der Wulferstedter Windmühlenbreite geschäftiges Treiben. Baufahrzeuge waren unterwegs, die Material für die Baustellen angelieferten. Auf der Straße waren Hundeführer mit ihren Vierbeiner unterwegs, Kinder fuhren Inlineskates und es wurde Ball gespielt. Am Straßenrand standen Personen mit Regenschirmen, obwohl kein Tropfen fiel. Einem Betrachter bot sich hier auf der Straße so ein recht ungewöhnliches Bild.

Die Wulferstedter Ausbildungsgruppe des Internationalen Rasse-, Jagd- und Gebrauchshundeverbandes hatte zum Sozialtraining eingeladen. Dieses Training, das auch immer der Bestimmung des Ausbildungsstandes dient, fand aber nicht auf dem Hundeplatz statt, sondern unter "Echtbedingungen" im Straßenverkehr der Windmühlenbreite.

Insgesamt 15 Hundeführer waren der Einladung zum Training gefolgt. Vom Zwergpudel bis hin zum Neufundländer waren unterschiedliche Hunderassen in allen Größen und vom knapp vier Monate alten Junghund bis hin zum Senior vertreten.

Alle meisterten die ihnen gestellten Aufgaben mit Bravour. Sei es die Begegnung der Hunde auf der Straße, das Treffen mit einem Rollstuhlfahrer oder spielende Kinder – nichts konnte die Vierbeiner erschüttern. Durch die Bautätigkeit fand dieses Training zudem unter besonderen Bedingungen statt.

Hier zeigte sich, dass Hundeführer und Ausbilder in den vergangenen Wochen und Monaten eine solide Basis für die weitere Arbeit und bevorstehende Prüfungen gelegt haben.

Nachdem der Parcours bewältigt war, trafen sich alle zur Manöverkritik. Dabei freute sich die Vereinsvorsitzende Elfriede Donner besonders, dass einige Hunde in ihrer Entwicklung einen großen Schritt voran gemacht haben und lobte Halter, Vierbeiner und das Team der Ausbilder. Das Sozialtraining hat aber auch Schwächen aufgedeckt, an denen es nun im Training auf dem Hundeplatz weiter zu arbeiten gilt. "Wir sind auf einem richtig guten Weg", war von Elfriede Donner anerkennend zu hören.

So ein Sozialtraining ist ohne einen großen Stab an Helfern, die am Wegesrand mit Schirmen stehen oder beispielsweise Ball spielen, nicht zu meistern. Ihnen gilt der besondere Dank der Vereinsvorsitzenden und aller Teilnehmer.