Schwaneberg. Als kurz nach der Wende Schwaneberg fast komplett neue Straßen und Fußwege bekam, wurde damals entschieden, das Regenwasser oberflächlich abzuleiten.

Das geschieht heute nicht ohne Probleme. Vor allem in der Straße Am Anger, wo das Wasser aus der Lindenstraße und der Bördestraße in einem Durchlass und einem Graben zusammenläuft, gibt es immer wieder Ärger und bei stärkeren Regenfällen auch mal eine Überflutung der Straße. Erst recht, wenn einer der Durchlässe verstopft ist.

Investition im Haushalt einstellen

Der Abfluss des Regenwassers sollte eigentlich über den Pfeilgraben und von dort in den Röthegraben erfolgen, also praktisch durch den Ort, durch ein Wohngebiet, dass nach der Wende entstanden ist. Schon 2004 war das Problem erkannt, dass sich in Sachen Regenwasserableitung etwas tun muss, das Wasser einen anderen Weg nehmen muss. Nicht erst quer durch den Ort, sondern aus ihm heraus.

Mit Hilfe eines Planungsbüros wurde schon 2004 ein Projekt erarbeitet. Und dieses sieht vor, dem Pfeilgraben einen sogenannten "Bypass" zu legen. In der Straße Am Anger würde ein Graben in Richtung Parkteich geschaffen, und von dort aus könnte das Wasser zum Röthegraben, also aus dem Ort herausgeleitet werden.

"Das Projekt schmort nun lange genug und wir müssen es endlich umsetzen, da die Leute im Wohngebiet inzwischen auch Probleme mit dem Grundwasser bekommen. Immer wieder wurde die Sache verschoben, weil kein Geld dafür da war. Wir setzen inzwischen das Eigentum der Anwohner aufs Spiel", meint der Ordnungsamtsleiter der Gemeinde Sülzetal, Rudi Wenzel. "Hier ist Handeln gefordert. Wir müssen schon von Gefahr in Verzug reden", meint Ortsbürgermeister Axel Spengler.

Im Projekt von 2004 sind Kosten von 180000 Euro veranschlagt. Diese müssten nun in den Haushalt der Gemeinde Sülzetal, der ohnehin noch nicht beschlossen ist, eingestellt werden.

Von Gefahr in Verzug sprechen Rudi Wenzel und Axel Spengler auch deshalb, weil der Pfeilgraben in einem schlechten Zustand ist. Es gibt überhaupt keine Grabensohle mehr, von einem Fließgewässer könne schon lange nicht mehr die Rede sein. "Hier gab es wohl schon seit 20 Jahren keine Grundberäumung mehr", so Rudi Wenzel.

Verantwortlich für die Grabenunterhaltung ist der Unterhaltungsverband "Untere Bode".

   

Bilder