Alle zwei Jahre sieht sich der Hegering Ost-Lappwald in der Pflicht, Flora und Fauna von lästigem Unrat zu befreien. Auch diesmal, bei der dritten Aufräumaktion, kam auf den Wegen und Feldern um Harbke viel zu viel Müll zum Vorschein.

Harbke. 2007 hatte der Hegering diesen Arbeitseinsatz ins Leben gerufen und startet die Müllsammlung seither alle zwei Jahre. "Es ist leider auch notwendig", bedauert Vorsitzender Werner Müller die Situation. "Die Sammlung soll und muss auch in Zukunft durchgeführt werden. Dass sie mal gar nicht mehr angesetzt werden muss, wäre natürlich traumhaft, aber daran glaubt keiner der Beteiligten so richtig."

Allzu oft noch entsorgen unbelehrbare Bürger klammheimlich auch den schädlichsten Unrat in der Botanik. Wieder waren es knapp 25 Kubikmeter, die von Jägern und Helfern aus Harbke, Sommersdorf, Sommerschenburg, Marienborn, Barneberg und Hötensleben aus der offenen Landschaft geborgen wurden.

Kopfschütteln allenthalben bei jedem neu aufgespürten Dreckhaufen. "Vieles, was unerlaubt entsorgt wurde, könnte man auch problemlos mit der Wertstoffentsorgung des Landkreises loswerden", sagt Müller. Warum dies nicht getan wird, sei ihm und seinen Mitstreitern immer wieder ein Rätsel. Auf Fernseher, Computer, diverse Küchengeräte, Schrott und insbesondere zahlreiche Altreifen stößt der findige Naturfreund – und muss unverständig feststellen, dass diese Form der illegalen Müllabfuhr für den Umweltfrevler doch auch um einiges mühseliger und aufwändiger ist als ein Anruf bei der entsprechenden Stelle.

Doch trotz aller Mahnungen und Appelle bleibt den idealistischen Helfern weiterhin nichts anderes übrig, als Freizeit und Arbeitskraft zu opfern, um die Missstände zumindest teilweise gerade- zubiegen. Daher meinte Werner Müller nach dem Einsatz auch: "Als Vorsitzender des Hegeringes möchte ich mich bei allen beteiligten Jägern und Helfern bedanken, ebenso beim Landkreis Börde für die gute Zusammenarbeit."

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