Das Familienzentrum des DRK-Kreisverbandes Börde ist über die Grenzen Oscherslebens hinaus gut bekannt. Die Mitarbeiter dieser Einrichtung richten ihre Arbeit auf Familien, Kinder, Jugendliche und Menschen, die sich in besonderen Notsituationen befinden, aus. Zu einem wichtigen Arbeitszweig des Familienzentrums gehört ebenso die Hebammentätigkeit.

Oschersleben (mmt). Petra Meyer, Doreen Walder und Gabi Schöpke sind die drei Hebammen des Familienzentrums Oschersleben, die angehenden Eltern engagiert eine kontinuierliche und umfangreiche Betreuung garantieren. NebenSchwangerenvorsorge, Akupunktur- und Hebammensprechstunde gehören auch Geburtsvorbereitungskurse, Still-Café sowie Wochenbettbetreuung und Kurse in Rückbildungsgymnastik zu den Arbeitsschwerpunkten der drei Frauen. Auf Wunsch findet auch das Schwangerenschwimmen in der Schwimmhalle statt.

"In den Geburtsvorbereitungskursen werden die Schwangeren und ihre Partner auf die Geburt und das Leben mit einem Neugeborenen vorbereitet", sagt Oscherslebens DRK-Sprecherin Andrea Wendlik. Entspannungs-übungen, Schwangerschaftsgymnastik und Gespräche über den Geburtsverlauf und alle damit zusammenhängenden Fragen werden in einer lockeren Atmosphäre mit der Hebamme geklärt. Dabei werden in diesen Kursen die angehenden Eltern auch mit den wesentlichen rechtlichen Aspekten vertraut gemacht, die mit der Geburt eines Kindes im Zusammenhang stehen.

"Neben der Möglichkeit, Stiftungsgelder für die Erstausstattung des Kindes zu beantragen, klärt eine Sozialpädagogin die Teilnehmer auch über Elterngeld und Kindergeld auf. Diesbezüglich auftretende Fragen können vor Ort mit der Sozialpädagogin geklärt werden", nennt Andrea Wendlik weitere Aufgabenfelder.

Nach der Geburt des Kindes bieten die Hebammen an, die Wochenbettbetreuung von Mutter und Kind zu übernehmen. Aus der Erfahrung heraus würden junge Familien in dieser Zeit die meisten Fragen haben, die nach Terminvereinbarung bei der Nachsorge mit der Geburtshelferin besprochen werden können. Außerdem kontrolliere die Hebamme in dieser Zeit die Gewichtsentwicklung und Nabelheilung beim Neugeborenen und übernehme die medizinische Beobachtung der Wöchnerin.

"Mit Übungen für den Beckenboden, die Rückenmuskulatur und den Bauch, die Beine und den Po sind die Hebammen den jungen Muttis nach dem Wochenbett in der Rückbildungsgymnastik behilflich, körperlich wieder in Form zu kommen und gesundheitlichen Spätfolgen vorzubeugen", berichtet die DRK-Sprecherin. Babys seien dabei gern gesehene Gäste. Alle Hebammenleistungen würden von den Krankenkassen übernommen, so dass bei der Hebammenbetreuung für die Frauen keine Kosten entstünden.

Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer (03949) 921444 oder persönlich zu den Hebammensprechstunden dienstags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 13 bis 16 Uhr zu bekommen.